05. Februar 2015, 11:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der Monats-Reihe „Autorenfilm“ der Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen läuft am Sonntag/Montag, 8./9. Februar, im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) der deutsche Spielfilm „Im Labyrinth des Schweigens“. Als „Filmwunsch“ steht am Dienstag, 10. Februar, am gleichen Ort die skandinavische Krimikomödie „Einer nach dem anderen“ auf dem Programm. In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) zeigt das KoKi am Mittwoch, 11. Februar, um 19.30 Uhr den deutschen Spielfilm „Der Geschmack von Apfelkernen“.
Die Vorstellungen beginnen in der Schauburg am Sonntag um 12.45 Uhr und am Montag/Dienstag, um 18 und 20.30 Uhr. In der Gesamtschule
Ückendorf beginnt die Vorstellung um 19.30 Uhr.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
„Im Labyrinth des Schweigens“, das herausragende Regiedebüt des Schauspielers Giulio Ricciarelli beleuchtet ein noch weitgehend unbehandeltes Kapitel der deutschen Geschichte: die Ereignisse, die zum ersten Auschwitzprozess geführt haben. Ricciarelli verbindet historische Fakten und fiktive Elemente (die Hauptfigur Radmann ist eine Verdichtung dreier damals ermittelnder Staatsanwälte) zu einem packenden, wahrhaftigen Drama, das authentisch den Geist und die Atmosphäre der späten 1950er-Jahre einfängt. „Ein immens wichtiger Film über eine Zeit, in der das Schweigen endete und die Wahrheit ans Licht kam.“ (aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBW-Prädikats „besonders wertvoll“). Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Toronto und Zürich (beide 2014). — Deutschland 1958. Als ein Auschwitz-Überlebender in einem Lehrer seinen ehemaligen KZ-Aufseher wiedererkennt, wendet er sich an den befreundeten Journalisten Thomas Gnielka (André Szymanski). Dieser will den Täter vor Gericht bringen, aber das Vorhaben stößt auf breite Ablehnung. Gehör findet er nur beim jungen Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling), der die Ermittlungen aufnimmt und dabei Rückendeckung vom Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss) erhält. Der idealistische Radmann versinkt immer tiefer in den Fall. Er ist fest entschlossen, die allgegenwärtige Taktik der Verleugnung und Verdrängung aufzubrechen und endlich ein öffentliches Exempel zu statuieren.
Mit starken Darstellern hat der norwegische Regisseur Hans Petter Moland mit „Einer nach dem anderen“ eine recht drastische, originelle rabenschwarze Komödie inszeniert, die durch herrlich überzeichnete Charaktere und staubtrockenem Humor überzeugt. Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Seattle, Sydney und Edingburgh sowie zum Wettbewerb der Berlinale (alle 2014). — Der unbescholtene, pflichtbewusste Schwede Nils (Stellan Skarsgård) lebt in einer kleinen norwegischen Gemeinde und sorgt mit einem riesigen Schneepflug für freie Straßen. Kurz nach der Ernennung zum „Bürger des Jahres“ muss er erfahren, dass sein Sohn an einer Überdosis Heroin gestorben ist, die ihm ein Mitglied der lokalen Drogenmafia verabreicht hat. Nils startet einen erbarmungslosen Rachefeldzug und erledigt einen Kriminellen nach dem anderen. Dabei entfesselt er eine heftige Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Banden, deren Bosse (Pål Sverre Valheim Hagen und Bruno Ganz) keine Gnade kennen.
Nach Katharina Hagenas populärem Roman entwirft die deutsche Regisseurin Vivian Naefe mit „Der Geschmack von Apfelkernen“ eine komplexe Familienchronik, die den Lebensläufen verschiedener Frauen aus drei Generationen nachspürt.