08. Februar 2017, 10:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Nachfrage nach dem Buch „Zweite Generation. Was ich meinem Vater nie gesagt habe“ von Michel Kichka war nach Beginn der Ausstellung erfreulich sehr groß, so dass es für kurze Zeit vergriffen war. Nun sind wieder Exemplare in deutscher Sprache im Kunstmuseum Gelsenkirchen erhältlich, solange der Vorrat reicht. (Kunstmuseum Gelsenkirchen, Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen)
In der Ausstellung „Zweite Generation – Graphic Novel von Michel Kichka“ werden Originalzeichnungen der Graphic Novel und Ausschnitte eines Dokumentarfilms über die Beziehung von Vater und Sohn Kichka gezeigt. Die Ausstellung ist Teil des Rahmenprogramms zur Oper „Die Passagierin“ im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.
Michel Kichka gewährt in „Zweite Generation“ einen persönlichen Einblick in die Beziehung zu seinem Vater Henri. Dieser, 1926 geboren und 1942 nach Auschwitz deportiert, musste miterleben, wie seine gesamte Familie von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs sind im Familienleben der Kichkas präsent. Für Michel Kichka ist es eine lebenslange Aufgabe geworden, sich mit der Biografie seines Vaters und mit dem Trauma seiner Eltern, das durch die Shoah verursacht wurde, auseinanderzusetzen.
Michel Kichka gehört zu den wichtigsten Comic-Künstlern und Karikaturisten Israels. Er ist Professor an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem und arbeitet regelmäßig für internationale Zeitungen und Nachrichtenagenturen.