13. Februar 2015, 09:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit 1.049 Anmeldungen ist in Gelsenkirchen die Nachfrage nach Plätzen an den städtischen Gesamtschulen in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Diese hohe Nachfrage hat leider auch eine Kehrseite: Noch nie mussten so viele Schülerinnen und Schüler an der Schule ihrer Wahl abgewiesen werden. So gab es 345 Absagen, außerdem gibt es noch 186 Absagen, die die Evangelische Gesamtschule in einem vorgezogenen Verfahren verschickt hat.
„Ein Anmeldezuwachs in einer Schulform um über 11 Prozent hat es in meiner Dienstzeit noch nicht gegeben“, so Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck.
Die Trends für die einzelnen Schulen:
- Die Gesamtschule Buer-Mitte ist 2015 gefragteste Schule der Sekundarstufe.
- Die Gesamtschule Erle kommt sehr gut an – wenn genügend Schulraum vorhanden wäre, könnten 2 bis 3 weitere Klassen aufgenommen werden.
- Der positive Trend der Gesamtschule Horst der letzten Jahre setzt sich fort: die Anmeldezahlen steigen kontinuierlich.
- Auch die Anmeldezahlen an der Gesamtschule Ückendorf weisen auf eine Stabilisierung hin (fast Verdoppelung, wenn auch mit Luft nach oben).
- Die Gesamtschule Berger Feld ist beliebt wie eh und je, wenn auch in diesem Jahr „nur“ 95 Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden mussten (im letzten Jahr 112).
- Inklusion: Nicht nur der Beginn des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Handicaps hat an einer Gesamtschule (Berger Feld) begonnen, mit der Aufnahme von 41 Kindern mit besonderem Förderbedarf zeigt diese Schulform ihre Verantwortung für eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung.
Laut Stadtrat Manfred Beck muss nun abgewartet werden, wie viele der Eltern sich noch in Richtung Gesamtschule Ückendorf oder Sekundarschule Hassel umentscheiden. Bei der letztgenannten scheint es noch nicht ausreichend gelungen zu sein, den Eltern zu verdeutlichen, dass die Sekundarschule die „kleine Schwester“ der Gesamtschule Buer-Mitte ist. „Daran müssen wir weiter arbeiten“ so Manfred Beck.
Offensichtlich sei aber der Bedarf an einem weiteren Angebot. Die Verwaltung wird dazu ein Konzept entwickeln, das die Gründung einer weiteren integrativen Schule zum Ergebnis haben wird.
Hinweis an die Redaktionen: Die (private) Evangelische Gesamtschule führt ein „verkürztes Anmeldeverfahren“ durch. Aus Datenschutzgründen kann nicht nachvollzogen werden, wie viele der dort Abgewiesenen sich an einer städtischen Gesamtschule angemeldet haben. Die Daten dienen also lediglich der zusätzlichen Information. Eine Addition der Anmelde-/Ablehnungszahlen ist jedenfalls statistisch nicht zulässig.