25. Februar 2015, 10:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am 22. Februar fand die 87. Verleihung der Oscars („Academy Awards) statt. Nachdem das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen bereits einige der nominierten Filme vorgestellt hat, folgen im März sieben weitere Oscar-Filme. Die Reihe beginnt mit dem 6-fach nominierten US-amerikanische Spielfilm „Boyhood“. Ausgezeichnet wurde hier Patricia Arquette in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“. Die Filmvorstellungen beginnen wegen der Filmlänge von 166 Minuten in der Schauburg (Horster Straße 6) am Sonntag, 1. März, bereits um 12 Uhr und am Montag, 2. März, um 17 und 20 Uhr.
Am Dienstag, 3. März, zeigt das KoKi am gleichen Ort um 18 und 20.30 Uhr den mauretanischen Spielfilm „Timbuktu“, der in der Oscar-Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert, aber nicht mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Eine wahre Flut an Oscars „ergoss“ sich auf die neunmal nominierte amerikanisch-deutsche Produktion „Grand Budapest Hotel“, nämlich in den Kategorien Bestes Szenenbild (Adam Stockhausen, Anna Pinnock), Bestes Kostümdesign (Milena Canonero), Bestes Make-up und beste Frisuren (Frances Hannon, Mark Coulier) sowie Beste Filmmusik (Alesandre Desplat). Das KoKi zeigt diesen Film am Mittwoch, 4. März, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
In der Oscar-Reihe laufen im KoKi-März-Programm außerdem „Der große Trip – Wild“ (8./9.), „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“ (15./16.), „Wild Tales – Jeder dreht mal durch!“ (22./23.) und „Birdman – oder: Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ (29./30.).
Ferner zeigt das KoKi im März als Autorenfilme „Ein Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“ (10.) und „Die Wolken von Sils Maria“ (24.) sowie „Wir sind jung. Wir sind stark.“ (17.) als Neuen Deutschen Film.
Richard Linklaters außergewöhnliches Kinoprojekt „Boyhood“, das in kurzen Drehphasen zwischen 2002 und 2013 mit der gleichen Stammbesetzung entstanden ist, zeichnet realistisch die Entwicklung eines kleinen Kindes zum jungen Mann nach – von den schulischen Anfängen bis zum Eintritt ins College. Während dieses Zeitraums muss Mason (Ellar Coltrane), der zusammen mit der älteren Schwester bei seiner alleinerziehenden Mutter aufwächst, familiäre und persönliche Probleme bewältigen. Regisseur Linklater gelingt es vorzüglich, die Bedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste eines Heranwachsenden transparent zu machen und dabei gleichzeitig unaufdringlich das sich wechselnde politische und gesellschaftliche Klima zu dokumentieren. Außer mit dem Oscar ausgezeichnet u. a. mit drei „Golden Globes“ („Bester Film – Drama“, „Beste Regie“ und „Beste Nebendarstellerin“), mit dem „Silbernen Bären“ („Beste Regie“) bei der Berlinale sowie mit dem FBW-Prädikat „be-sonders wertvoll“.
Das leise, poetische und eindringliche Drama des in Mali aufgewachsenen mauretanischen Regisseurs Abderrahmane Sissako „Timbuktu“ fängt laut FILMDIENST „meisterhaft die wachsende Erschöpfung eines vormals toleranten und weltoffenen Gemeinwesens ein. Ausdrucksstarke Figuren tragen das bildmächtige tragische Geschehen, das die Frage nach der Rolle von Freiheit und Humanität stellt.“ Außer der Oscar-Nominierung ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem „Preis der ökumenischen Jury“. — Während die Einwohner Timbuktus unter der Herrschaft radikalislamischer Besatzer leiden, bleibt der Kuhhirte Kidane, der zusammen mit seiner Familie ein friedliches Leben vor den Toren der westafrikanischen Oasenstadt führt, vom Einfluss der Dschihadisten weitgehend verschont. Als sich jedoch ein tragischer Zwischenfall ereignet, bei dem ein benachbarter Fischer stirbt, bekommt Kidane die ganze Härte des neuen Regimes zu spüren.
„Grand Budapest Hotel“ spielt in dem fiktiven Alpenstaat Zubrowka. Hier arbeitet Gustave H. (Ralph Fiennes) seit den 20er-Jahren des 20. Jahrhundert als Concierge im „Grand Budapest Hotel“. Dann bekommt er mit Zero Moustafa (Tony Revolori) einen neuen Lobby-Boy und führt ihn in die Geheimnisse seines Berufes ein. Plötzlich stirbt Gustaves reiche Geliebte, die 84-jährige Madame D. (Tilda Swinton), und hinterlässt ihm ein wertvolles Renaissance-Gemälde. Daraufhin wird Gustave des Mordes verdächtigt, insbesondere von den Verwandten der Toten um den listigen Dmitri (Adrien Body). Gustave flieht mit dem Bild. Polizist Henckels (Edward Norton) und seine Leute verfolgen ihn. Außerdem macht der Manager des Konkurrenzhotels „Excelsior’s Palace“, Monsieur Ivan (Bill Murray), Schwierigkeiten.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.