21. November 2016, 12:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Bereits am Vortag des Internationalen Gedenktages wird die Fahne „Nein zu Gewalt an Frauen“ vor dem Hans-Sachs-Haus wehen. Der Verein TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. ruft alljährlich zu dieser deutschlandweiten Fahnenaktion auf. Seit nunmehr 16 Jahren nimmt die Stadt Gelsenkirchen den Gedenktag zum Anlass, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen.
Oberbürgermeister Frank Baranowski und die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Susanne Fischer werden die Fahne am Donnerstag, 24. November 2016, 12 Uhr, vor dem Hans–Sachs-Haus (Haupteingang) hissen.
Verbale Erniedrigung, körperliche Übergriffe, Grabschen, Verachtung, Missbrauch, Zwangsverheiratung, Vergewaltigung, Zwangsprostitution, Verweigerung medizinischer Behandlung u.a.m. beschreiben das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen auch im Jahr 2016.
„Nein heißt Nein“ lautete in diesem Jahr die durch ein breites Bündnis gestützte Kampagne für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts zugunsten der sexuellen Selbstbestimmung der Frauen. Im Juli 2016 beschloss der Bundestag eine entsprechende Gesetzesänderung. Zukünftig werden sexuelle Handlungen bestraft, wenn sie gegen den erkennbaren Willen der anderen Person durchgeführt werden – unabhängig davon, ob Gewalt angewendet oder angedroht wird.
Wir zeigen auch in Gelsenkirchen Flagge für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen. Einige Beispiele des lokalen Engagements gegen Gewalt sind der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“, das „Netzwerk Zwangsehe“, die Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen „Blickwinkel“, der Präventionsrat und das Angebot der „Anonymisierten Spurensicherung nach Sexualstraftat". Im Frauenhaus und bei der Frauenberatungsstelle stehen ebenfalls konkrete Hilfs- und Beratungsangebote zur Verfügung.