11. März 2015, 10:33 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Im Kunstmuseum Gelsenkirchen gibt es ab sofort einen neuen „Blickpunkt“. In lockerer Folge werden seit 2010 einzelne Kunstwerke des eigenen Bestandes besonders hervorgehoben. Circa zwei Monate wird diese Arbeit mit einem Sonderblatt „Im Blickpunkt“ vorgestellt, das kunsthistorische Erläuterungen, biografische Details und rückseitig farbige Abbildungen des Werks beinhaltet.
Im Fokus steht diesmal das 220 x 280 cm große Werk „ODER“ von Hanna Jäger, das seinen Platz in der Kinetikabteilung des Museums hat. Im Nachgang zur großen „Farb-Licht“-Retrospektive der Künstlerin 2003 im Kunstmuseum und in der Sparkasse Gelsenkirchen ist das Werk als Schenkung in die Kunstsammlung integriert worden.
Die 1927 Crailsheim bei Stuttgart geborene Künstlerin verstarb 2014 in Lübeck, wo sie ihren Lebensmittelpunkt gefunden hatte. Bekannt wurde sie mit ihren revolutionären Neon-Skulpturen, deren Grundlagen sie in den USA studiert hatte, und vielen Aufträgen für Kunst im öffentlichen Raum. Die Gelsenkirchener Arbeit mit Öl und Leuchtfarbe auf Nessel aus dem Jahr 1989 markiert den Übergang von malerischen zum lichtkünstlerischen Werk von Hanna Jäger. In neuer Präsentation ist die Wandinstallation, die phasenweise mit Schwarz- und Weißlicht inszeniert wird, ab sofort in der Kinetiksammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen zu sehen.