13. März 2015, 10:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadt Gelsenkirchen sieht sich in den jetzt vorgestellten Ergebnissen einer Studie des Zentrums für interdisziplinäre Regionalforschung (Zefir) der Ruhr-Uni Bochum im Auftrag der Bertelsmann Stiftung bestätigt. Sie unterstützt die Ergebnisse einer Gelsenkirchener Untersuchung, die ergeben hat, dass sowohl die soziale als auch die räumliche Herkunft stark über die Zukunftschancen der Kinder entscheiden. Die Aussage „Arme Kinder sind schon beim Schulstart im Nachteil“, hat sich einmal mehr als richtig erwiesen.
So wie in der aktuellen Studie hatte die Stadt Gelsenkirchen über einen Zeitraum von sechs Jahren Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen mit Sozialraumgesprächen gekoppelt und dabei interessante Ergebnisse zu Tage gefördert. Gleichzeitig konnten verschiedene Punkte und Ziele herausgearbeitet werden, die zur Verbesserung der Kindergesundheit in Gelsenkirchen beitragen können.
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Die Forschungsergebnisse unterstützen unseren Kurs, den wir bereits 2005 eingeschlagen haben. Angefangen von den ersten Elternbesuchen haben wir die Präventionsketten kontinuierlich verbessert und mit der Teilnahme am Modellversuch „Kein Kind zurücklassen“ nachhaltig ausgebaut. Die Studie zeigt einmal mehr, dass Prävention sich auszahlt und eine moderne Sozialplanung problematische Entwicklungen und Herausforderung frühzeitig erkennen und folgenschwere „Reparaturkosten“ vermeiden kann.“
Die Untersuchungsgruppe der Stadt Gelsenkirchen hatte ein zehn Punkte-Paket herausgearbeitet, das bei der strategischen Arbeit zur Verbesserung der Kindergesundheit in Gelsenkirchen Berücksichtigung finden soll. Dieses Paket wird in Gelsenkirchen sukzessive umgesetzt.
„Eine Kommune, die zukunftsfähig sein will, ist auf die Gesundheit der nachwachsenden Generationen angewiesen. Auch weil davon ausgegangen werden kann, dass sich gesundheitliche Probleme, die im Kindesalter ihre Ursache haben, im Erwachsenenalter potenzieren. Mit anderen Worten: Die Investition in die Gesundheit der Kinder ist für die Gesellschaft eine Investition, die sich in der Zukunft auszahlt. Die Studie der Bertelsmann Stiftung hat gezeigt, dass insbesondere zwischen Armut und Gesundheit ein besonderer Zusammenhang besteht“, erläutert OB Frank Baranowski.
Die Stadt Gelsenkirchen unterstützt auch die Forderung der Studienautoren, aktiv gegenzusteuern. Viele der aufgezeigten Punkte finden sich bereits in den Gelsenkirchener Präventionsketten wieder. Auch die Sozialraumgespräche werden schwerpunktartig fortgesetzt.
Die Stadt Gelsenkirchen hatte ausgewählte Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen 2006 bis 2011 mit Sozialraumgesprächen gekoppelt.