13. März 2015, 12:15 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit der Initiative „25/25/25“ der Kunststiftung NRW aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens 2014 sind 25 internationale Künstlerinnen und Künstler mit 25 städtischen Museen des Landes zusammengebracht worden.
Für das Kunstmuseum Gelsenkirchen wurde die Schweizerin Pamela Rosenkranz (geboren1979 in Sils Maria/Schweiz, lebt in Zürich) ausgewählt. Für die Dauer von drei Monaten wurde von Dezember 2014 bis März 2015 ihre eigens für das Gelsenkirchener Museum entworfene und eingerichtete Installation „My Yves Klein Blue“ im oberen Türmchen des Veranstaltungsraums gezeigt.
Pamela Rosenkranz hatte den Raum mit Inkarnat-Farbe, einem der Hautfarbe ähnlichen Ton, streichen lassen. Er bot die Folie für ihre Inszenierung mit der Venusfigur von Yves Klein „Venus bleue“ (Gips, Kunstharzpigment, 1962), einer temporären Leihgabe aus dem Bestand des Skulpturenmuseums Glaskasten. Durch die Präsentation der blauen Skulptur unter der farbigen Plexiglashaube wurden sowohl die klaren Körperkonturen des Frauentorsos verunklärt als auch die leuchtende Farbe gedämpft, ja fast ins Schwarze transformiert. Der Betrachter glaubte seiner Wahrnehmung nicht mehr zu trauen. Er versuchte durch Umschreiten des Objekts und Wechseln der Perspektive, die Situation zu enträtseln.
Dies geschieht auch nun nach Rückgabe der Leihgabe der Venusskulptur. Das Werk von Pamela Rosenkranz für das Kunstmuseum Gelsenkirchen ist auf die Basis reduziert, den originalgetreuen Nachbau des Sockels und der Haube in speziell von der Künstlerin ausgewählter Farbigkeit. Allein die Fotos (von Lothar Bluoss) dokumentieren die Rauminstallation.