23. März 2015, 12:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Wenn Eltern psychische Gesundheitsprobleme entwickeln oder gar erkranken, ist diese Situation sowohl für die erwachsenen Familienmitglieder als auch für die Kinder mit vielfältigen Sorgen, Ängsten und Problemen verbunden. Familiäre Konflikte, soziale Isolation sowie unzureichende Aufklärung, Zuwendung und Unterstützung verstärken das Erkrankungsrisiko der beteiligten Kinder. Mit einer Fachtagung am Dienstag, 10. März 2015, hat sich die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchen (PSAG) mit dem Thema befasst.
Nach aktuellen Erkenntnissen können vor allem präventiv orientierte und kompetenzfördernde Angebote für die Kinder den Risiken entgegenwirken. Effektive Hilfe kann dabei für die betroffenen Familien nur in einem abgestimmten Miteinander von Sozialpsychiatrie mit der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren beteiligten Akteuren gelingen. Hier plädieren die Tagungsteilnehmer für präventive und ressortübergreifende Aktivitäten, die weiter ausgebaut und zur Nachhaltigkeit verbindlicher vernetzt werden müssen.
Daher sollen die Mitglieder der Jugend- und Gesundheitshilfe und alle anderen relevanten gesellschaftlichen Akteure für das Thema verstärkt sensibilisiert werden, um erleichterte Zugänge für betroffene Eltern, Kinder sowie für professionell Tätige zu schaffen. Hier sollen die wichtigsten psychosozialen Träger, Tageseinrichtungen und Schulen, Kirchengemeinden, Vereine und Hausärzte angesprochen werden, um neue Initiativen bzw. Wege der Zusammenarbeit anzustoßen. Die Fachtagung war ein erster Schritt in diese Richtung.
Ziel der angestrebten Vernetzung ist es ist, Kinder in Gelsenkirchen zu stärken und seelische Gesundheit in Familien zu fördern.
Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchen ist ein trägerübergreifender und parteiunabhängiger Zusammenschluss von professionellen und interessierten Bürgern mit dem Ziel, die Psychosoziale Versorgung in Gelsenkirchen weiterzuentwickeln.
Infos unter www.psag-ge.de / Kontakt: Brigitte Schönheit, Tel.: 0209/379581
Die Tagung wurde durch der Präventionsrat Gelsenkirchen unterstützt. Das ist ein Zusammenschluss von Polizei und Stadt Gelsenkirchen für Opferschutz und Prävention.
Infos unter www.praege.de / Kontakt: Achim Deimann, Tel.: 0209/365-2217