11. Dezember 2015, 11:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Komödie „Er ist wieder da“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in seiner Reihe Literatur im Film am Sonntag/Montag, 13./14. Dezember, im Schauburg Filmpalast. Dort läuft dann am Dienstag, 15. Dezember, „Black Mass“ in der Reihe „Kriminelle Energien“. Am Mittwoch, 16. Dezember, zeigt das KoKi in der Gesamtschule Ückendorf „Heute bin ich Samba“.
Die Vorstellungen in der Schauburg beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. In der Gesamtschule Ückendorf heißt es um 19.30 Uhr „Film ab!“.
David Wnendts Kinoadaption „Er ist wieder da“ des populären Romans von Timur Vermes wandert geschickt „auf dem schmalen Grat (zwischen) Mediensatire, Klamotte und gesellschaftspolitischer Beobachtung. Dabei nutzt der vorzüglich inszenierte und gespielte Film die ikonische Führer-Figur, um in einem Geflecht aus (arrangierten) und halbdokumentarischen Szenen demokratiefeindlichen Tendenzen nachzuspüren. Ein durchaus mutiger und provokanter Unterhaltungsfilm, der herausfordert und nachdenklich macht.“ (FILMDIENST) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Rund 70 Jahre nach seinem vermeintlichen Tod erwacht Adolf Hitler (Oliver Masucci) im heutigen Berlin – und versucht, sich in einer völlig veränderten Welt zurechtzufinden. Dinge wie Demokratie, europäische Einheit und eine multikulturelle Gesellschaft irritieren den Ex-Diktator natürlich erheblich. Zu allem Überfluss glaubt niemand, dass er der wahre Adolf Hitler ist. Das Volk, dem er bei einer Reise durch das neue Deutschland begegnet, hält ihn für einen bemerkenswert lebensechten Imitator seiner selbst. Schließlich gerät er an zwei TV-Produzenten, die in dem scheinbaren Doppelgänger enormes komödiantisches Potential erkennen. Und ehe Adolf Hitler sich versieht, macht er mit flammenden politischen Reden Karriere als gefeierter Comedy-Fernsehstar.
Mit einem brillanten Johnny Depp, der endlich wieder in einer anspruchsvollen Rolle zu sehen ist, beleuchtet Regisseur Scott Cooper in „Black Mass“die Biografie eines realen, berüchtigten amerikanischen Verbrechers und „setzt (...) auf vielschichtige Porträts der involvierten Personen, um das fatale Geflecht aus Skrupellosigkeit auf der einen und falsch verstandener Solidarität und schierer Gier auf der anderen Seite zu durchleuchten.“ (FILMDIENST) Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Venedig, Toronto und Zürich. — John Connolly (Joel Edgerton) und James Joseph „Whitey“ Bulger (Johnny Depp) sind als Söhne irischer Einwanderer zusammen in South Boston aufgewachsen, wo sie sich Mitte der 1970er-Jahre wiederbegegnen. Allerdings stehen sie nun auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes, denn John ist beim FBI tätig, während „Whitey“ eine kriminelle Bande anführt. Die beiden verbindet ein gemeinsamer Feind: die italienische Mafia. „Whitey“ erklärt sich bereit, die Behörden mit belastenden Informationen über die verhasste Konkurrenz zu versorgen. Im Gegenzug verspricht John, „Whiteys“ Aktivitäten nicht weiter zu verfolgen. Die unselige Allianz ermöglicht es dem eiskalten „Whitey“, zu einem enorm einflussreichen Gangster aufzusteigen.
Das aktuelle Werk „Heute bin ich Samba“ des Regieduos von ZIEMLICH BESTE FREUNDE überzeugt als eine wohl ausbalancierte Tragikomödie um die zarte Annäherung einer unerfahrenen Sozialarbeiterin und eines illegalen Einwanderers. — Der sympathische Senegalese Samba (Omar Sy) lebt seit zehn Jahren illegal in Paris. Er hält sich mit zahlreichen Aushilfsjobs über Wasser und versucht, unauffällig zu bleiben. Als ihm endlich eine Festanstellung angeboten wird, hofft er auf eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Naiv wagt er den Schritt zu den Behörden – und landet postwendend in Abschiebehaft. Unerwartete Hilfe erhält er von Alice (Charlotte Gainsbourg), einer ausgebrannten Geschäftsfrau, die gerade ihren gut bezahlten Job an den Nagel gehängt hat und sich nun vorübergehend im ehrenamtlichen Sozialdienst engagieren will. Sambas Schicksal geht der sensiblen Alice sehr nah, und so missachtet sie gleich beim ersten Treffen den Ratschlag einer erfahrenen Kollegin, stets Distanz zu den Klienten zu wahren.