10. November 2015, 10:50 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Sammlung ist das Kernstück jedes Museums. Sie ist ständig in Bewegung – Objekte gehen auf Reisen, werden restauriert, neue Werke kommen hinzu. Nun nimmt das Kunstmuseum einen großen Bildertausch vor: Alle Kunstwerke werden ausgeräumt und in neuen Bezügen gezeigt. Dabei bleibt das Prinzip der Bewegung erhalten. Objekte können jederzeit ausgetauscht oder umgehängt werden. So entstehen immer neue Kontexte und frische Blickwinkel aus denen der Besucher die Sammlung betrachten kann.
Zur Neupräsentation der Gemäldesammlung sind Vertreterinnen und Vertreter der herzlich eingeladen, am
Montag, 16. November 2015, um 11 Uhr,
im Kunstmuseum Gelsenkirchen,
Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen.
Mit über 100 Werken präsentiert das Kunstmuseum Gelsenkirchen einen reizvollen Rundgang durch die Kunstgeschichte von 1850 bis zu ganz aktuellen Tendenzen. Dabei reicht die Spannweite der Präsentation von Werken der Malerfürsten Franz von Stuck und Franz Lenbach, über die deutschen Impressionisten wie unter anderem Lovis Corinth und Max Liebermann, den Expressionisten wie beispielsweise Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel und wird fortgesetzt mit Künstlern der 1950er Jahre wie Serge Poliakoff oder Jean Riopelle, die nach ganz neuen künstlerischen Formen suchten, oder Pop-Art Künstlern wie Andy Warhol oder James Rosenquist, die sich mit Motiven der Alltagskultur auseinandersetzten.
Die Kunst der 1970er Jahre bis hin zu ganz aktuellen Themen präsentiert sich im Kunstmuseum so divers wie die verschiedenen Künstlerpersönlichkeiten, etwa Emil Schumacher, Horst Kuhnert oder Mario Reis. Ganz konkret zeigt das Kunstmuseum auch die Sammlung Konkreter Kunst. Die geistige Materialisierung in Formen und Farben beschäftigt Künstler bis heute. Einer ihrer Wegbereiter war Anton Stankowski, der mit einem eigenen Raum vertreten ist, in dem seine konstruktiv-konkreten Grafiken und Gemälde gezeigt werden.
In einem ganz neu eingerichteten Grafikkabinett werden alle zehn Wochen, thematisch ausgewählt, Grafiken aus der eigenen Sammlung gezeigt. Hier startet der Bildertausch mit der Kunsthistorikerin Rosa Schapire und ihrem Kreis.
Neu ist, dass für die Räume des Museums Wandfarben ausgewählt wurden, die in Verbindung zur hier ausgestellten Kunst stehen. Die verwinkelte Architektur des Hauses wird so akzentuiert und das Farbspektrum von dunklem Grün bis zu strahlendem Gelb unterstützt die Wirkung der Kunst.
Als Gesprächspartner stehen Leane Schäfer, Direktorin Kunstmuseum Gelsenkirchen, und Christiane Wanken, Sammlungsleitung, zur Verfügung.