29. Oktober 2015, 16:39 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird in Gelsenkirchen schrittweise ein neues System im Übergang von der Schule in den Beruf eingeführt. Neben der Schaffung neuer Strukturen im Übergangsmanagement sowie der Vernetzung aller relevanten Akteure vor Ort durch die Kommunale Koordinierung steht die Einführung einer qualitativ hochwertigen, systematischen und früh ansetzenden Berufs- und Studienorientierung für alle Gelsenkirchener Schülerinnen und Schüler auf der Agenda. Das neue Übergangssystem schließt niemanden aus und bietet zielgruppenspezifische Angebote für alle verschiedenen Schulformen sowie ergänzende Angebote für Schülerinnen und Schüler, die eine individuellere Unterstützung brauchen. Zu den Bausteinen des neuen Systems zählen zum Beispiel Beratungsangebote und verschiedene Praxisphasen, grundlegend ist jedoch die Potenzialanalyse in Klasse 8.
Um sich mit den individuellen Berufs- und Lebenszielen frühzeitig auseinandersetzen zu können, ist es hilfreich, sich intensiv mit den eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen zu beschäftigen. An diesem Punkt knüpft die Potenzialanalyse an. Das Entdecken individueller Stärken, Interessen und Lernpotenziale wird durch Selbst- und Fremdeinschätzung sowie durch handlungsorientierte Verfahren ermöglicht. Schülerinnen und Schüler lernen somit ihre geschlechtsuntypischen fachlichen, methodischen, sozialen und persönlichen Kompetenzen besser kennen.
Die Potenzialanalysen bilden einen grundlegenden Baustein für den anschließenden Berufs- und Studienorientierungsprozess und werden von einem Träger außerhalb der Schule durchgeführt. Die Auswahl der Bildungsträger, die die Potenzialanalyse durchführen, erfolgte über Vergabeverfahren.
Eine Befragung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an Potenzialanalysen im letzten Schuljahr hat bereits tendenziell aufgezeigt, dass die Jugendlichen die Potenzialanalysen positiv bewerten, neue Talente entdecken und Neues über sich selbst lernen.
Stadtdirektor Dr. Beck überzeugt sich heute als Leiter der Strategischen Steuerungsgruppe „Übergang Schule-Beruf“ persönlich von der Qualität der Potenzialanalysen, weil er dem Thema frühzeitige Berufs- und Studienorientierung eine große Bedeutung beimisst: „Unser Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern möglichst frühzeitig vielfältige Perspektiven zu eröffnen. Die Übergänge von der Schule in den Beruf können nur dann gut gelingen, wenn alle Schülerinnen und Schüler systematisch hierauf vorbereitet werden. Eine Auseinandersetzung mit den eigenen Talenten und Interessen ist dabei unerlässlich. Die Potenzialanalyse bildet einen wichtigen Grundstein für einen individuellen Orientierungsprozess – unabhängig davon, welche Schulform die Jugendlichen besuchen.“
Im Schuljahr 2015/2016 nehmen rund 2.400 Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen an Potenzialanalysen im Rahmen des neuen Übergangssystems Schule - Beruf NRW teil; unter diesen befinden sich auch zugewanderte Schülerinnen und Schüler aus internationalen Förderklassen (IFÖ-Schüler/innen) sowie (schwer-)behinderte Jugendliche.
Durch das Land und den Europäischen Sozialfonds werden 1.784 Plätze zur Verfügung gestellt, aus Bundesmitteln werden 559 Plätze finanziert (davon 113 für IFÖ-Schülerinnen und Schüler), der Landschaftsverband stellt circa 90 Plätze zur Verfügung.
Die Potenzialanalysen im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ werden durch verschiedene Träger durchgeführt. Dazu gehören das Bildungszentrum des Handels e.V., die GAFÖG Arbeitsförderungsgesellschaft gGmbH, die inab – Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH, die Katholische Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH, die Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West und SBH West.
Bis auf zwei Schulen nehmen alle Gelsenkirchener Schulen an der Potenzialanalyse teil. Lediglich das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium und die Raphael Schule führen zurzeit noch eigene Instrumente zur Berufsorientierung durch und werden voraussichtlich im Schuljahr 2016/17 in das Projekt einsteigen.
Im Anschluss an die Potenzialanalyse wird ein individuelles Kompetenzprofil durch die Fachkräfte erstellt. Darüber hinaus wird der Berufswahlpass NRW ausgegeben. In diesem kann nicht nur die Potenzialanalyse dokumentiert und reflektiert werden, sondern der gesamte weiteren Berufs- und Studienorientierungsprozess.
Im Nachgang zu den Potenzialanalysen finden Auswertungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern in ihren Schulen statt, zu denen auch die Erziehungsberechtigten herzlich willkommen sind.
Das erste Feedback der Schulen ist sehr positiv. An einigen Gelsenkirchener Schulen haben die Achtklässlerinnen und Achtklässler die Potenzialanalysen bereits durchlaufen, so zum Beispiel ein Teil der IFÖ-Schüler/innen an der Gesamtschule Berger Feld. Im Rahmen eines Arbeitskreises hat die Vertreterin der Gesamtschule Berger Feld über die positiven Erfahrungen berichtet: „Trotz Skepsis unsererseits wurde diese schwere Aufgabe gut bewältigt. Besonders die großen sprachlichen Barrieren wurden mit geeigneten Methoden bewältigt. Der Träger Förderkorb hat die Potenzialanalyse super umgesetzt und den Teilnehmenden eine hochwertige Potenzialanalyse ermöglicht!“
Auch das Max-Planck-Gymnasium ist mit der Potenzialanalyse beim Träger Bildungszentrum des Handels sehr zufrieden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Katarina Eggers, Hans-Sachs-Haus, Ebertstr. 11, 45875 Gelsenkirchen, Telefon 0209/169- 39 55, Mail Katarina.eggers@gelsenkirchen.de.
Hinweis an die Redaktionen: Auf dem angehängten Foto sind stehend von links nach rechts folgende Personen abgebildet:
Hermann van Rissenbeck (Bildungszentrum des Handels), Markus Stanke (SBH West; Standortkoordinator), Christoph Hinkel (Koordinator für Berufs- und Studienorientierung StuBO am Max-Planck-Gymnasium), Stadtdirektor Dr. Manfred Beck (Vorstand Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration und Leiter der Strategischen Steuerungsgruppe „Übergang Schule-Beruf“ der Kommunalen Koordinierung „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“)
Das erste Feedback der
Schulen ist sehr positiv
GE. Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird in Gelsenkirchen schrittweise ein neues System im Übergang von der Schule in den Beruf eingeführt. Neben der Schaffung neuer Strukturen im Übergangsmanagement sowie der Vernetzung aller relevanten Akteure vor Ort durch die Kommunale Koordinierung steht die Einführung einer qualitativ hochwertigen, systematischen und früh ansetzenden Berufs- und Studienorientierung für alle Gelsenkirchener Schülerinnen und Schüler auf der Agenda. Das neue Übergangssystem schließt niemanden aus und bietet zielgruppenspezifische Angebote für alle verschiedenen Schulformen sowie ergänzende Angebote für Schülerinnen und Schüler, die eine individuellere Unterstützung brauchen. Zu den Bausteinen des neuen Systems zählen zum Beispiel Beratungsangebote und verschiedene Praxisphasen, grundlegend ist jedoch die Potenzialanalyse in Klasse 8.
Um sich mit den individuellen Berufs- und Lebenszielen frühzeitig auseinandersetzen zu können, ist es hilfreich, sich intensiv mit den eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen zu beschäftigen. An diesem Punkt knüpft die Potenzialanalyse an. Das Entdecken individueller Stärken, Interessen und Lernpotenziale wird durch Selbst- und Fremdeinschätzung sowie durch handlungsorientierte Verfahren ermöglicht. Schülerinnen und Schüler lernen somit ihre geschlechtsuntypischen fachlichen, methodischen, sozialen und persönlichen Kompetenzen besser kennen.
Die Potenzialanalysen bilden einen grundlegenden Baustein für den anschließenden Berufs- und Studienorientierungsprozess und werden von einem Träger außerhalb der Schule durchgeführt. Die Auswahl der Bildungsträger, die die Potenzialanalyse durchführen, erfolgte über Vergabeverfahren.
Eine Befragung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an Potenzialanalysen im letzten Schuljahr hat bereits tendenziell aufgezeigt, dass die Jugendlichen die Potenzialanalysen positiv bewerten, neue Talente entdecken und Neues über sich selbst lernen.
Stadtdirektor Dr. Beck überzeugt sich heute als Leiter der Strategischen Steuerungsgruppe „Übergang Schule-Beruf“ persönlich von der Qualität der Potenzialanalysen, weil er dem Thema frühzeitige Berufs- und Studienorientierung eine große Bedeutung beimisst: „Unser Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern möglichst frühzeitig vielfältige Perspektiven zu eröffnen. Die Übergänge von der Schule in den Beruf können nur dann gut gelingen, wenn alle Schülerinnen und Schüler systematisch hierauf vorbereitet werden. Eine Auseinandersetzung mit den eigenen Talenten und Interessen ist dabei unerlässlich. Die Potenzialanalyse bildet einen wichtigen Grundstein für einen individuellen Orientierungsprozess – unabhängig davon, welche Schulform die Jugendlichen besuchen.“
Im Schuljahr 2015/2016 nehmen rund 2.400 Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen an Potenzialanalysen im Rahmen des neuen Übergangssystems Schule - Beruf NRW teil; unter diesen befinden sich auch zugewanderte Schülerinnen und Schüler aus internationalen Förderklassen (IFÖ-Schüler/innen) sowie (schwer-)behinderte Jugendliche.
Durch das Land und den Europäischen Sozialfonds werden 1.784 Plätze zur Verfügung gestellt, aus Bundesmitteln werden 559 Plätze finanziert (davon 113 für IFÖ-Schülerinnen und Schüler), der Landschaftsverband stellt circa 90 Plätze zur Verfügung.
Die Potenzialanalysen im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ werden durch verschiedene Träger durchgeführt. Dazu gehören das Bildungszentrum des Handels e.V., die GAFÖG Arbeitsförderungsgesellschaft gGmbH, die inab – Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH, die Katholische Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH, die Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West und SBH West.
Bis auf zwei Schulen nehmen alle Gelsenkirchener Schulen an der Potenzialanalyse teil. Lediglich das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium und die Raphael Schule führen zurzeit noch eigene Instrumente zur Berufsorientierung durch und werden voraussichtlich im Schuljahr 2016/17 in das Projekt einsteigen.
Im Anschluss an die Potenzialanalyse wird ein individuelles Kompetenzprofil durch die Fachkräfte erstellt. Darüber hinaus wird der Berufswahlpass NRW ausgegeben. In diesem kann nicht nur die Potenzialanalyse dokumentiert und reflektiert werden, sondern der gesamte weiteren Berufs- und Studienorientierungsprozess.
Im Nachgang zu den Potenzialanalysen finden Auswertungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern in ihren Schulen statt, zu denen auch die Erziehungsberechtigten herzlich willkommen sind.
Das erste Feedback der Schulen ist sehr positiv. An einigen Gelsenkirchener Schulen haben die Achtklässlerinnen und Achtklässler die Potenzialanalysen bereits durchlaufen, so zum Beispiel ein Teil der IFÖ-Schüler/innen an der Gesamtschule Berger Feld. Im Rahmen eines Arbeitskreises hat die Vertreterin der Gesamtschule Berger Feld über die positiven Erfahrungen berichtet: „Trotz Skepsis unsererseits wurde diese schwere Aufgabe gut bewältigt. Besonders die großen sprachlichen Barrieren wurden mit geeigneten Methoden bewältigt. Der Träger Förderkorb hat die Potenzialanalyse super umgesetzt und den Teilnehmenden eine hochwertige Potenzialanalyse ermöglicht!“
Auch das Max-Planck-Gymnasium ist mit der Potenzialanalyse beim Träger Bildungszentrum des Handels sehr zufrieden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Stadt Gelsenkirchen, Vorstandsbereich Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration, Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf
Frau Katarina Eggers, Hans-Sachs-Haus, Ebertstr. 11, 45875 Gelsenkirchen, Telefon 0209/169- 39 55, Mail Katarina.eggers@gelsenkirchen.de.
Hinweis an die Redaktionen: Auf dem angehänten Foto sind stehend von links nach rechts folgende Personen abgebildet:
Hermann van Rissenbeck (Bildungszentrum des Handels), Markus Stanke (SBH West; Standortkoordinator), Christoph Hinkel (Koordinator für Berufs- und Studienorientierung StuBO am Max-Planck-Gymnasium), Stadtdirektor Dr. Manfred Beck (Vorstand Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration und Leiter der Strategischen Steuerungsgruppe „Übergang Schule-Beruf“ der Kommunalen Koordinierung „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“)