05. Oktober 2015, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen wird um ein spektakuläres Schlüsselwerk der konstruktiv-konkreten Kunst erweitert. Das 96 x 96 cm große Gemälde von Arnulf Letto mit dem Titel „16-70“ aus dem Jahr 1970 konnte mit Hilfe von Fördermitteln des Landes NRW erworben werden. Museumsleiterin Leane Schäfer, die das Letto-Werk 2014 entdeckt hatte, freut sich, es nun in die Sammlung zu integrieren. „Seit 1978 gibt es in unserer kinetischen Abteilung eine kleine mobile Arbeit von Arnulf Letto, die nun ein exzellentes Pendant in gemalter Version bekommen hat.“
Arnulf Letto, der 1932 in Berlin geboren wurde und heute in Uzès und Straßburg lebt, arbeitet mit konstruktiven Gestaltungselementen. Schon früh schloss er die Farbe als Gestaltungsmittel aus und wählte Grau als Identifikationsmerkmal seiner Arbeit. Er schuf Bilder und Objekte mit Scheinwölbungen, die durch kontinuierliche Grauabstufungen auf Basis der Verwendung von gleichmäßigen Quadratrastern illusioniert werden. Schlüsselwerke Lettos aus der Schaffensperiode um 1970 sind heute selten auf dem Kunstmarkt zu finden, eher in Museumsbesitz. Die Arbeit „16-70“ ist ab sofort in dem Bereich konstruktiv-konkreter Kunst zu sehen, verweist aber zugleich auf das „Geschwisterchen“ in der kinetischen Sammlungsabteilung.