29. September 2015, 12:29 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadt Gelsenkirchen weist die von Ratsherrn Peter Tertocha (Bündnis90/Die Grünen) in einer Presseerklärung verbreitete Behauptung im Zusammenhang mit der Überbelegung des St. Josefs-Heims zurück, „…neben Wissmann und Frings auch weitere Mitarbeiter im Jugendamt Gelsenkirchen über Jahre davon Kenntnis hatten und nicht reagierten, ist eine neue Dimension im Jugendamtsskandal.“
Diese Behauptung ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Ihr wurde bereits in der Ausschusssitzung widersprochen. Lediglich ein weiterer Mitarbeiter des Jugendamtes gab bei Befragungen im August 2015 an, Kenntnis von der Überbelegung des Heims gehabt zu haben. Der Mitarbeiter habe dies seinerzeit auch kritisch gegenüber dem Träger St. Augustinus zur Sprache gebracht. Bei den Entgeltverhandlungen wurde durch den Träger erklärt, dass zusätzliches Personal eingestellt worden sei, um auch bei Überbelegungen die vereinbarten pädagogischen Leistungsstandards zu gewährleisten. Dass der Träger seiner Pflicht nicht nachgekommen ist, und die Überbelegung der Aufsichtsbehörde, dem Landesjugendamt, nicht gemeldet hat, davon konnte man zum damaligen Zeitpunkt nur schwerlich ausgehen.
Stadtdirektor Dr. Manfred Beck verwahrt sich auch gegen einen „Generalverdacht“ gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Vorstandsbereichs, der von Peter Tertocha in der Sitzung im Zusammenhang mit der Diskussion um die Schriftführung geäußert worden ist.