12. September 2015, 16:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Rede von Oberbürgermeister
Frank Baranowski
- Es gilt das gesprochene Wort –
GE. Tera-Bänder und Bälle, Gymnastik-Matten und allerhand anderer Sportgeräte, deren Anblick die Erinnerung an schweißtreibende Momente hervorruft – so stellt man sich das vor, wenn man sich am Samstagnachmittag auf den Weg zu einem Sportverein macht. Und dann kommt es ganz anders. Viel besser! Kaffee und Kuchen für die Aktiven wie Nicht-Ganz-So-Aktiven, für die Mitglieder des Gelsenkirchener Senioren-Freizeit-Sport e.V. wie auch für uns Gäste. Ein schöner, bunter Nachmittag, eine entspannte dritte Halbzeit. Und das völlig zu Recht, denn auch ein 35. Geburtstag ist ein Anlass zum Feiern, den man nicht verstreichen lassen sollte. Zumal es den meisten unter uns genauso geht wie mir: Der eigene 35. Geburtstag ist doch schon eine ganze Weile her, umso schöner also, noch einmal einen feiern zu können!
Aber natürlich geht es heute weniger um die Jahre, um das „Wie-Lange“, sondern mehr um das „Was“, und das „Wie“. Und beides ist wichtig. Das „Was“ zuerst: Wir haben ja so ziemlich alle in unserer Jugend Sport betrieben, haben uns gerne bewegt, manche im Verein. Und dann war irgendwann Schluss damit, oft so um die 30, vielleicht auch erst um die 40 oder 50. Weil anderes wichtiger war, weil man ja nicht mehr ganz so fit war. Und dann drehte sich der Kreis weiter: Weil man nicht mehr so fit ist, bewegt man sich weniger; weil man sich weniger bewegt, bleibt man auch nicht mehr ganz so gut in Schuss…
Dabei spricht gar nichts dagegen weiter Sport zu treiben, auch wenn man eben kein Leistungssportler mehr ist und nie mehr einer oder eine sein wird. Es muss ja nicht um Bestzeiten, Rekorde und Meisterschaften gehen. Es reicht ja, dass es Freude macht, sich zu bewegen, seinen Körper zu spüren. Etwas gemeinsam zu unternehmen. Einen fixen Termin zu haben, auf den man sich freut. Eigentlich eine ganz einfache Sache, die aber doch erst einmal in den Kopf hinein muss. Gerade bei uns Männern, wie ich zugeben muss.
Der Gelsenkirchener Senioren-Freizeit-Sport e.V. aber macht es möglich, Sport zu treiben ohne falschen Ehrgeiz. Und wie jeder Verein lebt auch dieser vom ehrenamtlichen Engagement, vom Einsatz der Übungsleiterinnen und –leiter, des Vorstandes. Deshalb möchte ich heute allen danken, die sich in den 35 Jahren für ihren Verein und damit für die Menschen in Gelsenkirchen eingesetzt haben – und möchte allen Mitgliedern ganz herzlich gratulieren!
Glück auf!