28. Juli 2015, 10:47 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die auch in diesem Jahr wieder gut besuchte Konzertreihe „SommerSound“ im Stadtgarten Gelsenkirchen – umsonst und draußen – endet am kommenden Sonntag, 2. August, mit den Gruppen „Die Feuersteins“ (19.30 Uhr) und „Whiskey and Women“ (20.45 Uhr). Der Biergarten lädt bereits um 18 Uhr zum Besuch ein.
Carla Feuerstein (Gesang, Gitarre, Bodhran),
Emily Feuerstein (Gesang, Wurlitzer, Autoharp), Guntmar Feuerstein (Gesang, Gitarre, Mandoline, Banjo) und Thomas Hecking (Akkordeon, Whistles, Spoons) zeigen wie es klingt, wenn eine Familie leidenschaftlich miteinander Musik macht. Wer mit dem Stichwort Hausmusik bisher nur Blockflötengewitter verband, muss schnell die Feuersteins hören, um auf ganz andere Gedanken und vor allem Gefühle zu kommen. „Lieblingslieder“, der Name ist Programm: Die Feuersteins haben mit dem Akkordeonisten Thomas Hecking hierzu altbekanntes Liedgut gesammelt und in einen Topf geworfen, der auf einem sehr heißen Feuer kocht. Dabei haben alle darauf verzichtet, die Songs künstlich aufzumöbeln. Mit Mandoline, Gitarre, Akkordeon, Wurlitzer E-Piano und ein paar anderen akustischen Instrumenten kommt hier das kleine Besteck zum Einsatz. Simpel im bezauberndsten Sinne, direkt und mit viel Spielfreude werden hier Traditionals aus dem amerikanischen, englischen und - endlich tut es einer! - deutschen kollektiven Musikgedächtnis entstaubt.
Die drei Ladies von „Whiskey and Women“ - Renee de la Prade (Knopf-Akkordeon, Gesang), Joan Wilson-Rueter (Geige, Gitarre, Gesang), Rosie Steffy (Geige, Perkussion, Ukulele, Gesang) - haben etwas absolut einzigartiges: ein stimmiges Zusammenwirken aus professioneller Musikalität und zündendem Spaß. Der Bandname entstand beim ersten gemeinsamen Auftritt auf der Straße: da hatten die drei Musikerinnen nur eine Stunde Zeit, um das Geld für eine Flasche feinsten Whiskey zu verdienen. Es war ein kalter und verregneter Tag im schottischen Edinburgh, und sie gewannen eine Wette, obwohl sie zuvor noch nie zusammen musiziert hatten! Für irische, schottische und walisische Trinklieder, Shanties, Cajun und bekannte Kneipen-Gassenhauer, eingebettet in improvisierte Melodien und jede Menge packende Rhythmen, haben die beeindruckten Schotten großzügig Geld gegeben. Auch Jahre später spürt man bei ihren mittlerweile weltweiten Auftritten in prunkvollen Konzerthäusern wie auch in schäbigen Straßenecken die Spielfreude und den umwerfenden Charme der drei Musikerinnen - sie glänzen wie ein Sonnenstrahl durch einen 25 Jahre alten Single Malt!
Redaktioneller Hinweis: Fotodateien anbei.