21. Juli 2015, 10:39 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen beendet seine Monatsreihe „Filmjahr international“ im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6): Am Sonntag, 26. Juli, um 12.45 Uhr und am Montag, 27. Juli, um 18 und 20.30 Uhr zeigt das KoKi „Big Eyes“ von Tim Burton. Und am Dienstag, 28. Juli, um 18 und 20:30 Uhr steht „Zweite Chance“ von Susanne Bier auf dem Programm.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Regisseur Tim Burton bekannt für ungewöhnliche, fantasievoll umgesetzte Erzählungen, beleuchtet in seinem neuen Film die ganz erstaunliche, aber wahre Geschichte hinter den „Big Eyes“-Gemälden und kreiert „eine zeitlose Betrachtung über künstlerische Kreativität und ihre industrielle Ausbeutung.“ (CINEMA) Ausgezeichnet mit einem „Golden Globe“ 2015 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical“ (Amy Adams). — Der Film spielt in San Francisco in den 1960er-Jahren. Die geschiedene, alleinerziehende Mutter und Malerin Margaret (Amy Adams) lernt bei einer Kunstausstellung Walter Keane (Christoph Waltz) kennen. Nur kurze Zeit später heiratet sie den charmanten, eloquenten Mann, mit dem sie sich endlich das schöne Leben erhofft, von dem sie bislang nur geträumt hat. Walter glaubt fest an das künstlerische Talent seiner Ehefrau und versucht, Margarets Bilder zu Geld zu machen. Weil allerdings keine Galerie die Gemälde von Kindern mit großen, traurigen Augen ausstellen will, beschließt er, selbst aktiv zu werden und sich als Urheber auszugeben. Und tatsächlich gelingt es ihm, die „Big Eyes“-Serie äußerst erfolgreich zu vermarkten. Unter Walters führender Hand hütet auch Margaret das Geheimnis, wer die Bilder erschaffen hat. Doch es kommt der Punkt, an dem sie nicht länger mit der Lüge leben kann.
Die für ihre intensiven Dramen mehrfach prämierte dänische Regisseurin Susanne Bier spürt in „Zweite Chance“ der Frage nach, ob gute Absichten eine moralisch verwerfliche Handlung rechtfertigen. Entstanden ist ein formal virtuoser, psychologisch vielschichtiger und emotional packender Film, der nicht zuletzt dank starker schauspielerischer Leistungen noch lange im Gedächtnis haften bleibt. „Susanne Bier (beweist) einmal mehr, dass sie zu den interessantesten Regisseurinnen des europäischen Kinos zählt.“ (KUNST + FILM) Ausgezeichnet u. a. beim Internationalen Filmfestival in San Sebastian 2014 mit dem „Jury Award“. — Der verheiratete dänische Polizist Andreas (Nikolaj Coster-Waldau) ist gerade Vater geworden. Ein Routineeinsatz führt ihn in die Wohnung eines Junkie-Pärchens, wo er schockiert ein verwahrlostes Baby entdeckt. Weil der Säugling keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufweist, verordnen die Behörden, dass das Kind bei der drogenabhängigen Mutter und dem gewalttätigen Vater bleiben darf. Andreas kann die Entscheidung nicht fassen – und wird nur wenig später mit dem plötzlichen Tod seines Sohns konfrontiert. Völlig verzweifelt bricht er kurz entschlossen bei den Junkies ein, um die beiden Kinder zu vertauschen.