15. Juli 2015, 14:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Verführung“ lautet das Thema der diesjährigen Sommerausstellung in der Residenzgalerie Salzburg. Zu den Hauptwerken der Schau gehört das großformatige Gemälde „Simson und Delila“ aus dem Kunstmuseum Gelsenkirchen. Für gut fünf Monate ist das Ölbild, das der Berliner Impressionist Max Liebermann 1909 fertig stellte, nun im DomQuartier ausgestellt. Das Motiv des schlafenden Simson, der mit dem Haarschnitt von seiner Geliebten seiner Kräfte beraubt wird, geht auf eine Erzählung aus dem Alten Testament zurück.
So ist die Bibel häufig der Ausgangspunkt der abendländischen Erzählungen rund um die Verführungskunst. Und meist sind es weibliche Wesen, die locken, die Verführten ins Verderben stürzen oder ihnen ein grausames Ende bereiten. Aber sie sind auch Opfer von Verführung und Vergewaltigung, wie die Jagdszenen um den verwandelten Göttervater Jupiter belegen.
In Salzburg werden 34 malerische und zeichnerische Werke mit Verführungsdarstellungen vom ausgehenden 16.Jahrhundert bis zu den 1930er Jahren gezeigt. Im Spiegel der Zeiten geht es immer wieder um Macht und Einfluss, aber auch um Liebe. Folgerichtig ist die Schau mit dem Untertitel versehen „Verlockende Schönheit - tödlicher Reiz“. Das Gemälde aus Gelsenkirchen gehört zu den Highlights der Sonderausstellung. Die Direktorin des Kunstmuseums Gelsenkirchen Leane Schäfer kommentiert: „Diese Ausleihe zeigt erneut das Potenzial, das in der Gelsenkirchener Sammlung steckt. Ich bin froh, dass diese Sammlung der Gelsenkirchener Bevölkerung kostenfrei zugänglich ist.“