14. Juli 2015, 13:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunales Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt seine Monatsreihe „Filmjahr international“ fort. Am Sonntag/Montag, 19./20. Juli, läuft „Die Gärtnerin von Versailles“ und am Dienstag, 21. Juli, „Ex Machina“.
Die Vorstellungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr, ansonsten um 18 und 20.30 Uhr.
Die zweite Regiearbeit des Schauspielers Alan Rickman „Die Gärtnerin von Versailles“ überzeugt als ein behutsam inszeniertes, opulent ausgestattetes und aufgrund des emanzipatorischen Aspekts überraschend modernes Historiendrama, das eine feinfühlige Liebesgeschichte erzählt und gleichzeitig mit ironischem Blick die Heucheleien der höfischen Gesellschaft seziert. Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Toronto und London (beide 2014). — Frankreich Ende des 17. Jahrhunderts. André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts), der oberste Gartenarchitekt von König Ludwig XIV. (Alan Rickman), erteilt der unkonventionellen Landschaftsgärtnerin Sabine De Barra (Kate Winslet) den Auftrag, einen Barockgarten in Versailles zu bauen. Dieser soll nach den Vorstellungen des Königs alles bisher Geschaffene in den Schatten stellen. Keine leichte Aufgabe für die selbstbewusste Witwe, die fortan nicht nur gegen neidische männliche Kollegen und Hofintrigen zu kämpfen hat, sondern sich auch immer stärker zum verheirateten André hingezogen fühlt. Während Andrés eifersüchtige Ehefrau die zarte Liaison zu sabotieren versucht, drängt der ungeduldige König auf baldige Fertigstellung des Gartens.
Das raffiniert konstruierte, elegant gefilmte und absolut fesselnde Regiedebüt „Ex Machina“ des Drehbuch- und Romanautors Alex Garland „ist eine kluge und nachdenkliche Allegorie auf das Menschsein, die sich dem Geheimnis unserer Existenz annähert: Wie konstituieren sich Bewusstsein und Gefühl? Auf welche Weise funktioniert unser Denken? Sind wir selbstbestimmte oder geformte Wesen? Wie differenzieren wir zwischen Wahrheit und Lüge? Kurzum: Lässt sich dechiffrieren und rekonstruieren, was uns zum Menschen macht?“ (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Beitrag zum internationalen „South by Southwest Film Festival“ in Austin 2015. — Der junge Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) ist bei einem weltweit führenden Internetunternehmen beschäftigt. Zu seiner großen Freude gewinnt er einen firmeninternen Wettbewerb und darf nun für eine Woche den extrem öffentlichkeitsscheuen Konzernchef Nathan (Oscar Isaac) besuchen. Dieser wohnt und arbeitet in einem malerisch gelegenen, abgeschiedenen Bergdomizil, wo er eine künstliche Intelligenz entwickelt hat: die wunderschöne Androidin Ava (Alicia Vikander). Vor Ort soll Caleb nun herausfinden, ob Nathans Schöpfung tatsächlich über ein Bewusstsein verfügt. Schon bald entwickelt sich ein gefährliches Spiel um Liebe, Eifersucht und Manipulation.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.