08. Juli 2015, 11:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmjahr international“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 12./13. Juli, „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ und am Dienstag, 14. Juli, „Die neue Wildnis – Großes Natur in einem kleinen Land“.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr, ansonsten um 18 und 20.30 Uhr.
Tief bewegend, aber angenehm unsentimental haben die Regisseure Richard Glatzer und Wash Westmoreland die Romanvorlage der Neurowissenschaftlerin Lisa Genova mit „Still Alice“ verfilmt und dabei ein nachhaltig wirkendes Drama geschaffen, in dem ganz besonders die nuancierte schauspielerische Leistung von Julianne Moore beeindruckt. Ausgezeichnet mit einem „Oscar“ 2015 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ sowie mit einem „Golden Globe“ 2015 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Drama“. — Die 50-jährige Linguistik-Dozentin und dreifache Mutter Alice (Julianne Moore) bemerkt ungewöhnliche Veränderungen: Zunächst fällt ihr bei einem Vortrag ein Wort nicht mehr ein, dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Als sich die Aussetzer häufen, konsultiert sie einen Facharzt – und erhält die erschütternde Diagnose, dass sie an einer vererbbaren, früh einsetzenden Form von Alzheimer leidet. Nach dem ersten Schock versucht sie, gegen die Krankheit anzukämpfen und ein normales Leben zu führen. Ehemann John (Alec Baldwin) ist mit der Situation schnell überfordert. Wertvolle Unterstützung erhält Alice jedoch ausgerechnet von ihrer jüngsten Tochter (Kristen Stewart), zu der sie seit langem ein schwieriges Verhältnis hat.
Der Dokumentarfilm „Die neue Wildnis“ berichtet über den ökologischen Erfolg eines gescheiterten Wirtschaftsprojekts: Etwa 30 Kilometer nordöstlich von Amsterdam erstreckt sich auf 5.600 Hektar Land, das vor 40 Jahren noch unter dem Meeresspiegel lag, eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Europas: Oostvaardersplassen. Ursprünglich wollte man durch die Trockenlegung ein neues Industrieareal erschaffen. Da der Boden aber zu feucht war, hat man den Entschluss gefasst, der Natur ihren Lauf zu lassen. So konnte im Lauf der Jahre eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entstehen. Oostvaardersplassen, das unter der Aufsicht der niederländischen Forstverwaltung steht und für Besucher nur beschränkt zugänglich ist, bietet heute grünes Weideland, tiefe Moore und trockene Dünen, in denen u. a. Wildpferde, Rothirsche und zahlreiche Vogelarten leben. Mark Verkerks und Ruben Smits eindrucksvolle Langzeitbeobachtung zeigt dieses faszinierende Terrain im Wechsel der Jahreszeiten und liefert beeindruckende Luft-, Boden- und Unterwasseraufnahmen. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.