25. Juni 2015, 12:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Rede von Oberbürgermeister
Frank Baranowski
- Es gilt das gesprochene Wort –
GE. Wir haben in unserer Stadt eine stattliche Zahl an Schulen, allein in städtischer Trägerschaft sind es 82, und so unterschiedlich die Gelsenkirchener Schulen auch sein mögen, all die Grund- und Gesamtschulen, die Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Sekundarschulen, so gibt es natürlich auch wichtige Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel die, dass überall Menschen mit viel Herzblut tätig sind, um ihre Schule voranzubringen, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern – und so zum guten Ruf der jeweiligen Schule beizutragen.
In aller Regel spürt man diesen guten Ruf im Stadtteil, manchmal auch in der ganzen Stadt. Es gibt aber ganz wenige Schulen, bei denen die Reichweite deutlich größer ist, die eine Prominenz genießen, die über die Gelsenkirchener Stadtgrenzen hinausreicht. – Und dazu gehört auch und ganz unbedingt eine Schule, von der das vermutlich niemand vor – sagen wir: - gut 25 Jahren erwartet hätte.
Aus der Gesamtschule Berger Feld, der ersten Gelsenkirchener Gesamtschule in der geografischen Mitte unserer Stadt, – einer Schule, die in den frühen 1990er Jahren durchaus ihre Probleme hatte und nicht unbedingt ein Schmuckstück der Gelsenkirchener Schullandschaft war– aus dieser Einrichtung ist eine Schule geworden, die heute beides genießt: einen guten Ruf und eine erstaunliche Prominenz. Wobei zumindest letzteres sehr viel mit ihrem Sport-Schwerpunkt zu tun hat und mit ihrem Status als „Partnerschule des Leistungssports“, als „Eliteschule des Fußballs“ und „Sportschule NRW“ – und somit der Tatsache, dass inzwischen weltbekannte Fußballer aus Gelsenkirchen hier Mathe und Englisch gelernt haben.
Aber mit dem Promi-Faktor allein ist es nicht getan. Die Gesamtschule Berger Feld ist ja auch eine der in Schülerzahlen gemessen größten Schulen in unserer Stadt, sie ist eine der Schulen mit den höchsten Zahlen an Anmeldungen in den vergangenen Jahren – und das wäre sie nicht, wenn hier bloß ein paar Fußball-Talente hin und wieder für ein paar Unterrichtstunden vorbeischauen. Nein, es ist offenkundig eine gute Schule für alle oder zumindest viele, eine Schule, in der der Sport nicht allein für die Außendarstellung wichtig ist, sondern auch elementarer Bestandteil der Bildung und Entwicklung jedes einzelnen Schülers und jeder Schülerin.
Keine Frage: Wir können heute sagen, dass die Geschichte der Gesamtschule Berger Feld in den vergangenen ein, zwei Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte ist. Und es dürfte kaum ein Zufall sein, dass diese Erfolgsgeschichte zeitlich so mit den 23 Jahren zusammenfällt, in denen Sie, Herr Altenkamp, nun hier tätig waren. In denen Sie als Schulleiter dieser Schule zuerst Stabilität gegeben haben und dann auch ein erkennbares Profil. In denen Sie sich immer sehr stark für Ihre Schule eingesetzt haben, oft sehr zupackend, häufig auch streitbar und mitunter recht kämpferisch. Man könnte sagen: mit viel sportlichem Ehrgeiz. Und – wenn es Ihnen nötig erschien – auch mal mit der einen oder anderen Blutgrätsche… Auch wenn Sie es mit Ihrem robusten Einsatz der Stadt und manch anderen nicht immer einfach gemacht haben, so hat dann doch Ihre Schule davon profitiert.
Es war eine der besten Entscheidungen Ihres Lebens, als Schulleiter an dieser großen Schule zu arbeiten – so haben Sie es uns in den Einladungen geschrieben. Und wenn man das für sich nach 23 Jahren sagen kann, nach 23 Jahren, die wirklich Spuren hinterlassen haben – dann ist das ein Fazit und ein Resümee, zu dem man einfach gratulieren muss. Ich wünsche Ihnen einen guten Übergang in die neue Lebensphase, und ich wünsche der Gesamtschule Berger Feld, dass sie weiter ihre Chancen nutzt, dass sie eine gute Schule für die Gelsenkirchener Kinder und Jugendlichen bleibt, in der auch künftig junge Menschen sehr viele spannende Bildungserlebnisse haben!
Glück auf!