24. Juni 2015, 11:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Seine Monatsreihe „Filmjahr national“ schließt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen mit „Die abhandene Welt“ (Eintritt 5 Euro) am Sonntag/Montag, 28./29. Juni, und „Every Thing Will Be Fine“ (3D-Digital, deshalb 8 Euro) am Dienstag, 30. Juni, ab.
Die Filmvorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Montag/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr.
Inspiriert von der eigenen Biografie hat Margarethe von Trotta mit „Die abhandene Welt“ ein hochkarätig besetztes, klug konstruiertes und sensibles Drama mit emotionalem Tiefgang inszeniert. „Geschickt verwebt (die renommierte deutsche Regisseurin) Zeiten, Figuren, Erlebnisse und Gefühle. Neben der sehr persönlichen Geschichte entsteht so auch ein allumfassender Eindruck von dem, was Familie bedeutet: eine gemeinsame Vergangenheit, gemeinsame Lügen und Geheimnisse, aber auch die gemeinsame Hoffnung auf zukünftiges Glück.“ (Aus der Jurybegründung zur Vergabe des Prädikats „besonders wertvoll“). — Durch Zufall entdeckt Paul Kromberger (Matthias Habich) im Internet ein Foto der amerikanischen Opernsängerin Caterina Fabiani (Barbara Sukowa), die seiner verstorbenen Frau zum Verwechseln ähnlich sieht. Pauls Tochter Sophie (Katja Riemann) soll nun nach New York fliegen, um Kontakt zu der vermeintlich Fremden aufzunehmen. Als Sophie ihr vor Ort begegnet, reagiert sie abweisend und will keinesfalls Auskunft über sich geben. Ein Besuch bei Caterinas Mutter (Karin Dor), die in einem Pflegeheim lebt, bestärkt Sophies Vermutung, dass sie einem lange verborgenen Familiengeheimnis auf der Spur ist.
Auf behutsame Weise erzählt Regisseur Wim Wenders in „Every Thin Will Be Fine“ über einen längeren Zeitraum eine eindringliche Geschichte über Verlust, Schuld und die Suche nach Vergebung. Besonders bemerkenswert ist hier der kreative Einsatz der 3D-Technik: Die Raumtiefe vermittelt direkt erlebbar ebenso Nähe wie Distanz zu den Figuren und verdeutlicht so eindrucksvoll deren emotionale Befindlichkeiten. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 2015 (außer Konkurrenz). — Das Leben des Schriftstellers Tomas (James Franco) gerät aus den Fugen, als er an einem verschneiten Winterabend auf einer Landstraße einen kleinen Jungen überfährt. Obwohl ihn keine direkte Schuld an dem Unfall trifft, macht er sich schwere Vorwürfe. Die psychische Belastung führt schließlich dazu, dass die Beziehung zu seiner Freundin zerbricht. Halt sucht er im Schreiben eines Romans. Jahre später hat er sich nicht nur als erfolgreicher Autor etabliert, sondern auch eine neue Liebe gefunden. Doch die Vergangenheit holt Tomas immer wieder ein.
Wegen der Sommerferien kann in der Gesamtschule Ückendorf leider kein Film gezeigt werden.