17. Juni 2015, 11:04 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmjahr national“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 21. Juni, um 12:30 Uhr (!) sowie am Montag, 22. Juni, um 18 und 20.30 im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) „Honig im Kopf“. Am Dienstag, 23. Juni, um 18 und 20.30 Uhr steht am gleichen Ort „Mein Herz tanzt“ als Filmwunsch auf dem Programm.
Am Mittwoch, 24. Juni um 19.30 Uhr läuft in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) das Roadmovie „Der große Trip – Wild“.
Mit einem blenden aufgelegten Ensemble – allen voran der grandios agierende Dieter Hallervorden und die sehr natürlich spielende Emma Schweiger – gelang Regisseur Til Schweiger mit „Honig im Kopf“ eine berührende, feinsinnige Tragikomödie, die auf beeindruckend leichtfüßige Weise für das schwierige Thema Alzheimer sensibilisiert und dabei zwischen ernsten und komischen Momenten stets den richtigen Ton trifft. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „wertvoll“. — Weil dem an Alzheimer erkrankten Amandus (Dieter Hallervorden) die Bewältigung des Alltag zunehmend Probleme bereitet, nimmt ihn Sohn Niko (Til Schweiger) bei sich zu Hause auf – sehr zur Freude von Nikos 11-jähriger Tochter Tilda (Emma Schweiger), die zum humorvollen und herzlichen Großvater ein inniges Verhältnis hat. Jetzt kann das Mädchen endlich mehr Zeit mit dem geliebten Opa verbringen. Doch dieser wird immer vergesslicher. Bald muss Niko schmerzhaft erkennen, dass er sich um Amandus nicht länger allein kümmern kann – die Unterbringung in ein Pflegeheim scheint unausweichlich. Tilda ist tief bestürzt. Kurz entschlossen entführt sie Amandus auf eine ereignisreiche Reise, um ihm seinen größten Traum zu erfüllen: Noch einmal im Leben Venedig zu sehen.
Hinter dem etwas unglücklich gewählten deutschen Titel „Mein Herz tanzt“ (Original: „Dancing Arabs“) verbirgt sich ein ganz wunderbarer, bewegender und auch humorvoller Film, der vom Prozess des Erwachsenwerdens in einem Klima der gesellschaftlichen Stigmatisierung erzählt. Regisseur Eran Riklis wirbt mit Geschichte unaufdringlich für eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern. Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Locarno, London und São Paulo (alle 2014). — Ende der 1980er-Jahre besucht Eyad als bislang erster Palästinenser ein Eliteinternat in Jerusalem. Er bemüht sich sehr, akzeptiert zu werden, stößt aber zunächst allgemein auf Ablehnung. Nach einiger Zeit findet er in dem Außenseiter Yonatan, der an den Rollstuhl gefesselt ist, einen echten Freund. Und er entdeckt mit seiner schönen Mitschülerin Naomi die erste große Liebe, von der allerdings weder Familie noch Bekannte erfahren dürfen. Zwischen zwei unterschiedlichen Leben und Kulturen hin- und hergerissen, muss Eyad schließlich eine schwerwiegende Entscheidung für die Zukunft fällen.
Nach dem autobiografischen Buch von Chery Strayed erzählt Jean-Marc Vallée in dem Film „Der große Trip – Wild“ von einer Frau (Reese Witherspoon), die sehr unter dem Tod ihrer geliebten Mutter Bobbi (Laura Derne) leidet. Als dann auch noch ihre Ehe an ihrer Heroisucht zerbricht, rafft sie sich auf: Sie will mit ihrem alten Leben abschließen und macht sich als Rucksacktouristin auf den Weg entlang des Pacific Crest Trails an der Westküste der USA. Durst, Hunger, Hitze und Kälte, selbst Begegnungen mit gefährlichen Raubtieren trotzt sie. Diese Erfahrungen lassen sie in die Zukunft blicken.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.