16. Juni 2015, 19:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Rede von Oberbürgermeister
Frank Baranowski
- Es gilt das gesprochene Wort –
GE. Klappern gehört zum Handwerk, heißt es, denn was nützt die beste Arbeit, wenn niemand sie wahrnimmt? Und genauso kann man sagen: Aufschreiben gehört zum Radfahren, schließlich wäre es doch schade um all die zurückgelegten Kilometer, wenn sie sofort wieder in Vergessenheit geraten – und nicht noch mal als Ansporn für neue Touren dienen.
Und so haben Sie in den vergangenen Wochen eine doppelte Leistung erbracht: Sie haben zuerst in die Pedalen getreten und das dann auch noch gründlich notiert. Kilometer um Kilometer wurde abgefahren, aufgelistet, addiert – und jetzt steht da eine große Summe, eine schwindelerregende Zahl: 212.194 Kilometer. Die fünffache Länge des Äquators, so gewaltig fällt die Bilanz von Stadtradeln 2015 in unserer Stadt aus.
Anders gesagt: Sie sind richtig weit rumgekommen. Und dank Ihres Einsatzes und Ihrer Fahrfreude nimmt Gelsenkirchen nun beim Stadtradeln nicht nur im Ruhrgebiet eine Spitzenposition ein, sondern auch bundesweit. In ganz Deutschland belegt Gelsenkirchen Platz 6, das ist eine Platzierung, mit der man beim Fußball schon für Europa qualifiziert wäre. Und darum ist es nur richtig, dass ich Ihnen, den Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Teams, gratuliere!
Aber ich möchte Ihnen nicht nur zu diesem zähl- und messbaren Erfolg auf dieser spielerischen Ebene gratulieren. Denn Sie haben ja nicht nur Kilometer gesammelt, sondern auch einen Beitrag zu einem stadtgesellschaftlichen Wandel geleistet. In den vergangenen Wochen und Monaten waren mehr Radfahrerinnen und Radfahrer in und rund um unserer Stadt zu sehen als sonst, was am Wetter lag, aber auch an Ihrer Bereitschaft – und vielleicht waren Sie dabei Vorbild und Wegbereiter.
Unsere Stadt ist dabei, sich zu einer Stadt zu entwickeln, in der das Fahrrad ein ganz normales, ein ganz selbstverständliches und alltägliches Fortbewegungsmittel wird – weil es unkomplizierter zu nutzen ist und günstiger und umweltschonender als etwa das Auto. Andere Städte, die kürzere Wege und mehr Radwege haben, sind uns da noch einige Pedalen-Umdrehungen voraus. Aber wir sind dabei, diesen Rückstand aufzuholen – und mit den alten Erzbahntrassen und anderen Wegen haben wir vielfach sogar die schöneren Strecken. Ich freue mich, dass Sie mit dazu beitragen, Gelsenkirchen zu einer Fahrrad-Stadt zu machen und die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener zu begeisterten Radlern. Darum gratuliere ich Ihnen herzlich – zu den 212.194 Kilometern ebenso wie zu Ihrem Beitrag zu dieser Entwicklung!
Glück auf!