11. Juni 2015, 11:42 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmjahr national“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) am Sonntag/Montag, 14./15. Juni, „Elser – Er hätte die Welt verändert“ und am Dienstag, 16. Juni, „10 Milliarden – Wie werden wie alle satt?“. Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und am Mon-/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr.
Am Mittwoch, 17. Juni, um 19:30 Uhr zeigt das Koki in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) „Die Sprache des Herzens – Das Leben der Marie Heurtin“.
Oliver Hirschbiegels intelligenter, vielschichtiger Film „Elser – Er hätte die Welt verändert“ rekonstruiert nicht nur die beklemmende Verhörsituation Elsers nach der Festnahme, sondern auch mittels Rückblenden Elsers Werdegang, sodass ein präzises Charakter- und Zeitporträt entstand. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für sieben „Deutsche Filmpreise“ 2015, darunter in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller“ (Christian Friedel), „Bester Nebendarsteller“ (Burghart Klaußner) und „Beste Kamera“.— Am 08.11.1939 hält Adolf Hitler eine Rede im Münchener Bürgerbräukeller. Er verlässt das Gebäude früher als geplant - und entgeht dadurch nur knapp einem Bombenattentat. Parallel zu den Ereignissen wird an der Schweizer Grenze ein schwäbischer Schreiner festgenommen. Es handelt sich um Georg Elser (Christian Friedel), bei dem man eine Karte des Anschlagsortes sowie Sprengzünder findet und ihn daraufhin dem Reichskriminaldirektor Arthur Nebe (Burghart Klaußner) und dem Gestapo-Chef Heinrich Müller (Johann von Bülow) zum Verhör überstellt. Die beiden hochrangigen Nationalsozialisten sollen mit allen Mitteln versuchen, Elser zur Preisgabe seiner vermeintlichen Hintermänner zu bringen.
Regisseur Oskar Roehler setzt in „Tod den Hippies – Es lebe der Punkt!“ ganz bewusst auf herrlich groteske Überzeichnungen, wenn er das wilde Berlin der frühen 1980er-Jahre wiederbelebt, um eine bissig-satirischen Zeitreise zu unternehmen, die bei aller Lust an der Provokation von tiefer Melancholie geprägt ist. Kandidat für den „Deutschen Filmpreis“ 2015. — Der 19-jährige Robert (Tom Schilling) hat die öde Provinz und die selbstgefälligen Hippies in seinem Internat gründlich satt. Er zieht nach West-Berlin, das ihm aufgrund der pulsierenden Subkultur-Szene wie ein Paradies für rebellische Geister erscheint. Die Realität sieht zunächst allerdings ernüchternd aus: Um sich über Wasser zu halten, putzt er in der Peepshow eines alten Kumpels (Wilson Gonzalez Ochsenknecht). Dieser bringt Robert als Gegenleistung das schrille Berliner Nachleben näher. Nach einiger Zeit planen die beiden einen kleinen Überfall, durch den sie sich das Startkapital für eine Dealerkarriere erhoffe.
In dem Drama „Die Sprache des Herzens – Das Leben der Marie Heurtin“ von Jean-Pierre Améris kommt die taubstimme Marie (Ariana Rivoire) Ende des 19. Jahrhunderts in ein Kloster, in dem auch andere taube Mädchen leben. Auf Maries ungestüme Art reagiert die Oberin (Brigitte Catillon) schockiert. Nur die junge Nonne Marguerit (Isabelle Carré) nimmt sich des Mädchens an und versucht, ihr voller Mühe und trotz vieler Enttäuschungen eine Zeichensprache beizubringen.