13. Mai 2015, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Verstehen Sie die Béliers?“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 17./18. Mai, seine Monatsreihe „Filmland Frankreich“ fort. Am Dienstag, 19. Mai, folgt der neue Dokumentarfilm „Stopping – Wie man die Welt anhält“. Und am Mittwoch, 20. Mai, gibt es „Yaloms Anleitung zum Glücklichsein“.
Von Montag bis Dienstag finden die Vorstellungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und an den anderen Tagen um 18 und 20.30 Uhr. Die Mittwoch-Vorstellung im der Gesamtschule Ückendorf beginnt um 19.30 Uhr.
Regisseur Éric Lartigau gelingt es in „Verstehen Sie die Béliers?“ vorzüglich, witzige und dramatische Situationen zu einer wohl ausbalancierten, feinfühligen Tragikomödie zu verbinden, die einerseits den Prozess des Erwachsenwerdens beleuchtet, andererseits den Zusammenhalt einer ganz besonderen Familie illustriert. Ausgezeichnet mit dem FBWPrädikat „besonders wertvoll“ sowie mit einem „Französischen Filmpreis“ („Beste Nachwuchsdarstellerin“ [Louane Emera]); nominiert für fünf weitere „Französische Filmpreise“, darunter in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Hauptdarstellerin“ (Karin Viard) und „Bester Hauptdarsteller“ (François Damiens). — Die quirlige vierköpfige Familie Bélier betreibt einen kleinen Bauernhof in der französischen Provinz. Vater Rodolphe, Mutter Gigi und Sohn Quentin sind gehörlos – im Gegensatz zur 16-jährigen Tochter Paula. Diese kann die Gebärdensprache der drei übrigen Familienmitglieder übersetzen und fungiert so permanent als Bindeglied zwischen den beeinträchtigten Béliers und der Außenwelt. Zudem hilft das Mädchen auf dem Hof und unterstützt auch noch jüngst den Vater bei dessen Bürgermeisterkandidatur. Platz für eigene Bedürfnisse bleibt da kaum – bis Paula beschließt, dem Schulchor beizutreten, weil sie ihrem heimlichen Schwarm näherkommen will.
Hektik, Stress, Leistungsdruck: Vier Menschen, die im Alltag stark gefordert sind, suchen in „Stopping – Wie man die Welt anhält die Stille und Ruhe“ der Meditation, um das Leben bessern meistern zu können. Durch die Fokussierung auf das Wesentliche wollen sie die Kraft für Veränderungen finden. Bernhard Kochs Dokumentarfilm begleitet sie zu ihren Kursen: Der Anästhesiearzt Friedrich fährt ins Allgäu und erlernt im Buddha-Haus Vipassana-Meditation, eine Praxis, die sich vor allem auf den Atem konzentriert. Die Lektorin Dorothea nimmt in London an einem achtwöchigen MBSR-Seminar – eine Achtsamkeitsmeditation zur Reduktion von Stress – teil. Die dreifache Mutter Uta möchte gelassener mit ihren Kindern umgehen und findet wertvolle Anregungen in der anthroposophischen Meditation. Der Theologe Nico übt im Kloster Schönböken mehrfach am Tag die Sitzmeditation Zazen. Zu Wort kommen auch berühmte Lehrerinnen und Lehrer, die den philosophischen Hintergrund des Meditierens und die unterschiedlichen Varianten erläutern.
„Yaloms Anleitung zum Glücklichsein“ zeichnet nicht nur das einfühlsame Porträt des amerikanische Psychoanalytikers, Psychiaters und Schriftstellers Irvin D. Yalom, sondern will auch die Leidenschaft wecken, sich und andere besser zu verstehen.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.