23. April 2015, 11:26 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Aus seiner Autobiografie „Gast mit Unbehagen (Huzursuz Misafir)“ liest Tayfun Demir am Dienstag, 28. April, um 19:30 Uhr im Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26, GE-Altstadt). Die Lesung mit Diskussion moderiert Oliver Kontny. Der Eintritt ist frei.
Tayfun Demir, geboren 1950 in Ahlat, einem kleinen Ort am nördlichen Rand des Vansees an der persisch-türkischen Grenze, aufgewachsen in Istanbul, lebt seit 1976 in Deutschland. In seiner Autobiografie zieht Tayfun Demir ein geradezu klassisches Grenzgängertum nach. Er entfaltet eine zusammenhängende Lebensgeschichte, in der auch die Sprünge, Brüche und Risse harmonisch integriert sind. Er erzählt von seinem Leben in der Türkei, von seinem politischen Engagement und den Repressionen, denen er ausgesetzt war. Es ist eine Geschichte von Trennung und Wiederbegegnung, von Fremde und Heimat. Die Erfahrungen während seiner langjährigen bibliothekarischen Tätigkeit in Duisburg prägen das literarische Schaffen von Tayfun Demir. Im Exil unterstrich er seine besondere Verbundenheit mit der türkischen Kultur, indem er als Verleger ausstellungsbegleitend Bibliografien der türkischen und deutsch-türkischen Literatur herausgab. Tayfun Demir ist ein positiver Impulsgeber für eine gelungene interkulturelle Kulturarbeit und Integration.
Gastgeber des Abends sind neben dem Kulturraum „die flora“ das Kommunale Integrationszentrum Gelsenkirchen – KiGe, der Alevi-Bektaşi-Kulturverein und Eltern für Eltern - Brücke e. V.
Redaktioneller Hinweis: Fotodatei von Tayfun Demir anbei.