22. April 2015, 10:58 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ schließt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 26./27. April, seine Reihe „Oscar 2015“ ab. Am Dienstag, 28. April, steht „Anderswo“ als Filmwunsch auf dem Programm.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Mon-/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr – jeweils im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6). Wegen Renovierungsarbeiten kann in der Gesamtschule Ückendorf leider kein Film gezeigt werden.
Tief bewegend, aber angenehm unsentimental haben die Regisseure Richard Glatzer und Wash Westmoreland die Romanvorlage der Neurowissenschaftlerin Lisa Genova mit „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ verfilmt und dabei ein nachhaltig wirkendes Drama geschaffen, in dem ganz besonders die nuancierte schauspielerische Leistung von Julianne Moore beeindruckt. Ausgezeichnet mit einem „Oscar“ 2015 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ sowie mit einem „Golden Globe“ in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Drama“. — Die 50-jährige Linguistik-Dozentin und dreifache Mutter Alice (Julianne Moore) bemerkt ungewöhnliche Veränderungen: Zunächst fällt ihr bei einem Vortrag ein Wort nicht mehr ein, dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Als sich die Aussetzer häufen, konsultiert sie einen Facharzt – und erhält die erschütternde Diagnose, dass sie an einer vererbbaren, früh einsetzenden Form von Alzheimer leidet. Nach dem ersten Schock versucht sie, gegen die Krankheit anzukämpfen und ein normales Leben zu führen. Ehemann John (Alec Baldwin) ist mit der Situation schnell überfordert. Wertvolle Unterstützung erhält Alice jedoch ausgerechnet von ihrer jüngsten Tochter Lydia (Kristen Stewart), zu der sie seit langem ein schwieriges Verhältnis hat.
Ester Amramis sehenswertes Spielfilmdebüt „Anderswo“ erzählt im Rahmen einer wohl ausbalancierten Tragikomödie von Selbstfindung, Heimat und Entwurzelung. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „wertvoll“. — Die israelische Studentin Noa (Neta Riskin) wohnt seit einigen Jahren in Berlin und arbeitet an einem Lexikon der unübersetzbaren Worte. Obwohl sie gerade mit ihrem Freund Jörg (Golo Euler) zusammengezogen ist, fühlt sie sich unverstanden und isoliert. Als Noa das Stipendium verweigert wird, fliegt die junge Frau spontan nach Israel. Im Kreis der Familie findet sie allerdings nicht die erhoffte Ruhe und Geborgenheit. Zu allem Überfluss erscheint auch noch unerwartet der besorgte Jörg in Israel. Noas Lebenswelten prallen ungefedert aufeinander.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.