16. April 2015, 11:36 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Oscar 2015“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) am Sonntag/Montag, 19./20. April, „Selma“ von Ava DuVernay und am Dienstag, 21. April, „Foxcatcher“ von Bennett Miller. Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und am Mon-/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr. In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) zeigt das KoKi am Mittwoch, 22. April, um 19.30 Uhr „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf.
Ava DuVernays intelligentes, bewegendes Drama „Selma“ beleuchtet authentisch ein entscheidendes Kapitel der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung und porträtiert zugleich vielschichtig deren prominentesten Vertreter Martin Luther King. Im Fokus steht nicht nur Kings couragierter Kampf um Gerechtigkeit, sondern auch die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Privatleben des Friedensnobelpreisträgers. Ausgezeichnet mit einem „Oscar“ 2015 in der Kategorie „Bester Filmsong“ („Glory“ von Johnny Legend und Common) sowie mit einem „Golden Globe“ in der gleichen Kategorie; nominiert für den „Oscar“ in der Kategorie „Bester Film“. — Die USA im Sommer 1965. Das formal bestehende Wahlrecht für Afroamerikaner wird im rassistischen Süden ad absurdum geführt: Schwarze sind hier vielerorts Bürger zweiter Klasse und täglich Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. In der Stadt Selma, Alabama, formt sich Widerstand. Dr. Martin Luther King Jr. (David Oyelowo), jüngst mit dem Friedensnobelpreis geehrt, fasst den Entschluss, die lokalen Aktivisten zu unterstützen – sehr zum Unwillen der örtlichen Polizei und des Gouverneurs von Alabama. King ahnt, dass eine besondere Aktion hohe Wellen schlagen würde. Und so organisiert er einen friedlichen Protestmarsch nach Montgomery, der Hauptstadt des Bundesstaates Alabama. Als sich die Gruppe in Bewegung setzt, reagieren die Behörden mit extremer Härte.
Bennett Millers filmische Aufbereitung „Foxcatcher“ der wahren, tragischen Geschichte um den reichen Unternehmenserben John du Pont und dem Ringer-Brüderpaar Mark und Dave Schultz überzeugt als ein präzise beobachtetes, fesselndes und hintergründiges psychologisches Drama, das von starken Darstellern getragen wird. Nominiert für fünf „Oscars“ 2015, darunter in den Kategorien „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ (Steve Carell) und „Bester Nebendarsteller“ (Mark Ruffalo); ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes 2014 mit dem Preis für die „Beste Regie“. — Der Ringer und einstige Olympiasieger Mark Schultz (Channing Tatum) erhält vom sportbegeisterten Multimillionär John du Pont (Steve Carell) das Angebot, auf dessen Anwesen zu ziehen und dort unter perfekten Bedingungen gemeinsam mit der US-Ringermannschaft für die Olympischen Spiele 1988 zu trainieren. Mark willigt ein und wird vom exzentrischen Mäzen ebenso mit Luxus umgeben wie zu unaufhörlichem Training getrieben. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelingt es Mark schließlich, auch seinen Bruder und Mentor Dave (Mark Ruffalo) für das „Team Foxcatcher“ zu gewinnen. Nur kurze Zeit später entwickeln divergierende Ansichten, unterschwellige Aggressionen und du Ponts wachsende Paranoia eine verhängnisvolle Dynamik.
„Die geliebten Schwestern“ spielt im Sommer 1788. Die unglücklich verheiratete Caroline und ihre schüchterne Schwester Charlotte haben geschworen, alles miteinander zu teilen. Das soll auch für den aufrührerischen Dichter Friedrich Schiller gelten, in den sich beide verlieben. Charlotte heiratet Schiller, sodass die Dreiecksbeziehung unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Konvention fortgesetzt werden kann. Aber auf Dauer erweist sich diese Liebeskonstellation als äußerst kompliziert.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.