15. April 2015, 14:29 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Heute ist ein besonderer Tag. Anders kann man das gar nicht sagen, wenn ein Haus, das seine Wurzeln so weit unter der Erde hat wie dieses, wenn ein Krankenhaus, das einmal für die Versorgung von Bergmännern tief unter Tage zuständig war – wenn ein solches Haus sich nun nicht vielleicht in die Luft erhebt, aber doch zumindest einen Verbindungspunkt mit dem Luftraum einrichtet, einen Landeplatz für Helikopter...
Aus dieser räumlichen Wendung könnte man nun leicht eine Aufstiegsgeschichte erzählen, das Sich-Empor-Arbeiten eines Krankenhauses. Aber ich denke, bei aller Freude über diesen Tag und auch bei aller Bewunderung für diese Entwicklung und die technische Leistung, die dahinter steht: So ganz würde das diesem Verbund dreier Kliniken und ihrer Geschichten nicht gerecht werden. Denn faktisch macht es ja keinen Unterschied, ob man nun Schwerstverletzte im Schacht birgt und so schnell es geht über Tage und in die Klinik bringt – oder ob man eben Menschen mit akuten gesundheitlichen Problemen und Gefährdungen an einem anderen Ort aufnimmt und sie in direkter Luftlinie hierher befördert. Entscheidend ist nicht der Weg, sondern allein dass die bestmögliche medizinische Versorgung gewährleistet ist. Und die ist nun mal im Notfall nicht ohne den Faktor Geschwindigkeit zu denken, nicht ohne reibungslose Abläufe und rasche Wege.
Die Einweihung des neuen Landesplatzes für Rettungshubschrauber ist deshalb eine gute Nachricht für die Stadt Gelsenkirchen. Dieser Landesplatz mit seiner unmittelbaren Anbindung in die Notfall-Ambulanz und allen anderen erforderlichen Einrichtungen, er kann künftig für die entscheidenden Minuten oder vielleicht auch nur Sekunden sorgen, die ein Leben erhalten oder lebenslange Schäden vermeiden.
Allerdings steht der Hubschrauber-Landeplatz da nicht ganz allein. In den vergangenen Monaten und Jahren hat sich sehr viel rund um das Bergmannsheil und die Kinderklinik Buer getan, auch die neue Rettungsanfahrt hat bereits den Weg zur medizinischen Versorgung von Notfallpatienten ein gutes Stück beschleunigt. Der Hubschrauberlandeplatz gehört also zu einer ganzen Reihe von Investitionen, er markiert in dieser Reihe buchstäblich einen Höhepunkt und einen vorläufiger Abschluss. Und so können wir sagen: Es ist gut, dass eine stark ausgelastete Klinik diesen Zugang hat, und selbstverständlich wünsche ich mir und uns allen, dass dieser Zugang richtig gut funktionieren wird, wenn es erforderlich ist. Ich danke allen, die hier im Alltag und bei den Bauarbeiten zur Notfall-Versorgung tätig waren. Nur ein Paradox lässt sich für mich nicht auflösen: Sie werden verstehen, dass ich hoffe, dass wir diesen Landeplatz künftig nur äußerst selten benötigen werden.
Glück auf!