28. August 2025, 09:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Mit Unterstützung der Stadt Gelsenkirchen aus dem Stadterneuerungsprogramm Hassel.Westerholt.Bertlich hat die LEG ein 8-geschossiges Wohnhaus und eine alte Garagenanlage abgebrochen sowie die Grundstücksfläche für die Bewohnerschaft der Eppmannssiedlung als Grünfläche mit Spielangeboten gestaltet. Die neu geschaffene Freifläche wird über ein neues Wegenetz an das angrenzende Wohnumfeld angeschlossen. An der Planung wurde die Mieterschaft beteiligt. Nach der Bauphase steht die nun fertiggestellte Freifläche der Bewohnerschaft zur Verfügung und wird bereits gut angenommen.
Im Rahmen ihres Quartiersentwicklungskonzeptes für die Eppmannssiedlung erneuert die LEG Wohnen NRW GmbH schrittweise ihren Siedlungsbestand aus den 50er und 60er Jahren nördlich und südlich der Straße Eppmannsweg in Hassel, der insgesamt mehr als 1.700 Wohnungen umfasst. Das Konzept beinhaltet die Bausteine Sanierung und Freiflächenaufwertung, Abriss einzelner Gebäude und die Schaffung neuer Wohnformen durch Einzelprivatisierung.
Die Erörterungen mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW und der Stadt Gelsenkirchen haben zudem ergeben, dass der bestehende Wohnungsleerstand im Bereich der Siedlung durch Abriss einzelner, nicht mehr zeitgemäßer Gebäude abgebaut werden soll. Vor diesem Hintergrund wurde ein 8-geschossiges Wohnhaus mit 32 Wohnungen und eine alte Garagenanlage am Möllmannsweg 13 abgebrochen. Die rd. 3.600 Quadratmeter große Grundstücksfläche wurde nicht wieder bebaut, sondern als Grün- und Aufenthaltsfläche für die angrenzende Nachbarschaft gestaltet. Finanziert wurden die Gesamtkosten für den Abriss des Gebäudes und der Neugestaltung der Freifläche in Höhe von 1,9 Millionen Euro zu 50 Prozent mit Städtebaufördermitteln von Bund, Land und der Stadt Gelsenkirchen und zu 50 Prozent von der LEG. Olaf Bohe, Niederlassungsleiter der LEG Wohnen in Gelsenkirchen erläutert: „Das ehemalige Hochhaus war nicht mehr zeitgemäß, fand immer weniger Nachfrage und etliche Wohnungen standen leer. Mit dem Abriss und der Neugestaltung der Freifläche konnten wir dem Wohnbereich am Möllmannsweg eine neue Attraktivität geben. Die Förderung hilft uns, die unrentierlichen Kosten für diese Maßnahme aufzufangen.“
Durch die Neugestaltung wurde die Grün- und Aufenthaltsfläche an das Wegenetz und einen angrenzenden Blockinnenbereich mit bereits bestehendem Spielplatz angebunden. Die neue Freifläche stellt ein neues Freiflächenangebot für alle Generationen mit Aufenthaltsqualität dar. Der neu gestaltete Bereich kommt dabei ausdrücklich nicht nur der Mieterschaft der LEG, sondern der gesamten Bewohnerschaft in diesem Bereich zugute. Durch die Umgestaltung wird die Wegeverbindung im Nahbereich verbessert und es werden zudem bestehende Barrieren abgebaut.
Nach Abriss des Hauses und der Garagenanlage im Jahr 2024 wurde die angrenzende Bewohnerschaft in Gesprächen an der Wohnungstür, an Infoständen und im Zuge einer Bewohnerversammlung an der Planung beteiligt. Christoph Heidenreich, Stadtbaurat der Stadt Gelsenkirchen, betont: „Als Stadt haben wir Wert darauf gelegt, dass die Bewohnerschaft eingebunden wurde und die neu geschaffene Grünfläche nicht nur den LEG-Mieterinnen und -Mietern, sondern der gesamten Nachbarschaft in diesem Wohnbereich zugutekommt. Die Kooperation von Stadt und LEG hat hier mit der Unterstützung der Fördermittel von Bund und Land zu einem tollen neuen Angebot im direkten Wohnumfeld der Bewohnerinnen und Bewohner geführt.“
Die Umbauarbeiten wurden Ende vergangenen Jahres gestartet und in diesem Frühsommer abgeschlossen. Nach den letzten Grünpflanzungen steht die neu gestaltetet Grün- und Aufenthaltsfläche nun für die Bewohnerschaft zur Verfügung.
Hintergrund
Die Folgen des Strukturwandels und der demografischen Entwicklung sind auch rund um die ehemalige Zeche Westerholt auf der Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Herten sichtbar. Daher engagieren sich die beiden Städte gemeinsam, um die Stadtteile Hassel, Westerholt und Bertlich mit insgesamt 34.000 Menschen weiterzuentwickeln. Ein lebenswertes Umfeld und ein ausreichendes Angebot an Nahversorgung, Infrastruktureinrichtungen und sozialen Angeboten sollen die Wohnquartiere für die Zukunft rüsten. Neben den Bürgerinnen und Bürgern sind auch die lokalen Akteure, Institutionen und Vereine eingeladen, sich am Erneuerungsprozess zu beteiligen.