20. April 2022, 17:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Die Städteregion Ruhr 2030 präsentiert sich auf der diesjährigen polis Convention in Düsseldorf erstmalig mit einem eigenen Messestand. Unter dem Motto „Eine Region im Aufbruch – Neue Quartiere der Metropole Ruhr“ präsentieren die Städte Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie der Regionalverband Ruhr, die Emschergenossenschaft mit der Zukunftsinitiative Klima.Werk und die IGA Metropole Ruhr 2027 zukunftsweisende Stadtentwicklungsprojekte und diskutieren aktuelle Trends. Die Stadt Gelsenkirchen stellt sich mit den Projekten Neue Zeche Westerholt, ehemaliger Güterbahnhof Gelsenkirchen-Wattenscheid und dem Gewerbegebiet Berliner Brücke vor.
Mit dem gemeinsamen Messestand setzen die Partner aus der Metropole Ruhr ein klares und sichtbares Zeichen ihrer guten Zusammenarbeit und stärken so ihre bundesweite Präsenz. Die vorgestellten Stadtentwicklungsprojekte machen deutlich, dass sich die Metropole Ruhr auf dem Weg zur grünsten Industrieregion befindet und sich gemeinsam mit einer klaren Strategie den Herausforderungen des Klimawandels stellt.
Die polis Convention ist Deutschlands führende Messe für Stadt- und Projektentwicklung. Standort für den Branchentreff ist das Areal Böhler in Düsseldorf. Interessierte sind herzlich eingeladen, den Stand zu besuchen und sich in spannenden Gesprächen mit den Akteuren vor Ort selbst davon zu überzeugen. Weitere Informationen zur Messe sind auf der Internetseite der polis Convention zu finden: https://www.polis-convention.com/
Die Neue Zeche Westerholt
Die Neue Zeche Westerholt ist die Revitalisierung des ehemaligen Bergwerks Westerholt mit umliegenden Flächen zu einem neuen Stadtquartier, das sich städtebaulich und in seiner gesellschaftlich-sozialen Prägung in die Stadtteile Gelsenkirchen-Hassel sowie Herten Westerholt und -Bertlich einfügt. Die Umgestaltung erfolgt unter dem Leitbild „Kreislaufwirtschaft & Nachhaltigkeit“, und hat folgende Zielfunktionen:
· Schaffen neuer Arbeitsplätze und Wirtschaftlichkeit
· Klima & Energie mit der Fortführung des Energielabors Ruhr mit innovativen Energieformen
· Zukunftsstabile Entwicklung, Klimagerecht und CO2-Neutral
· Integrierte Quartiersentwicklung über Beteiligung und Partizipation
Den Hauptteil der Fläche nimmt künftig das Gewerbe-Quartier ein. Hier können kleine und große Betriebe mit Flächenbedarfen von rund 1.000 bis zu etwa 10.000 Quadratmetern angesiedelt werden.
Ehemaliger Güterbahnhof Gelsenkirchen – Wattenscheid
Die Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Gelsenkirchen-Wattenscheid im Stadtteil Gelsenkirchen Ückendorf befindet sich an der Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Bochum.
Die interkommunale Kooperation zielt auf die Entwicklung eines bandartig verlaufenden, städteübergreifenden Planungsraums entlang des künftigen Radschnellweg 1 (RS1) ab.
Das seit vielen Jahren brachliegende Areal bietet die Chance, dem wachsenden Wohnraumbedarf zu begegnen und ergänzend attraktive Mischgebietsflächen auszuweisen. Die beabsichtigte Entwicklungsfläche auf dem Gelsenkirchener Stadtgebiet umfasst ca. 5 Hektar.
An der durch den künftigen RS1 adressprägenden Lage soll ein innovatives Stadtquartier entstehen, dass dem Wohnen und Arbeiten sowie der Erholung dient.
Auf der westlichen Teilfläche entstehen gemischt genutzte Baufelder. Neben nichtstörendem Gewerbe und einer Nutzung als Büro und Dienstleistungsstandort, wird auch Geschosswohnungsbau errichtet werden. Insbesondere am zentralen Quartiersplatz tragen radaffine und gastronomische Nutzungen zu einer Belebung des öffentlichen Raums bei.
Nach Osten hin im rückwärtigen Bereich des Stadtquartiers ist vorwiegend Wohnnutzung, bestehend aus Reihen- und Doppelhaushälften, vorgesehen. Der Schwerpunkt auf Wohnen soll unterschiedlichen Zielgruppen die Chance auf eine Eigentumsbildung ermöglichen. Insgesamt werden circa 220 Wohneinheiten entstehen.
Großzügige Grün- und Freiräume laden zum Aufenthalt ein. Die beiden fächerartigen Grünachsen öffnen sich nach Norden und stellen zugleich die Zugänge vom RS1 ins neue Quartier dar. Eine zentrale Grünachse, die den Verlauf der alten Gleisanlage symbolisiert, soll als „Erlebnispfad“ die Geschichte des Güterbahnhofs erzählen und wird durch historische Aufnahmen ergänzt.
Gewerbegebiet Berliner Brücke
Das Gewerbegebiet an der Berliner Brücke war ein traditioneller Standort der Drahtproduktion, dessen Gründung auf das Jahr 1870 zurückgeht. Seit Aufgabe der Nutzung des Thyssen-Drahtwerkes findet eine kleinteiligere Nachnutzung der vorhandenen Hallenanlagen sowie der zugehörigen Außenbereiche unter anderem durch metallverarbeitende und logistikaffine Betriebe statt.
Weitestgehend liegt das Areal jedoch brach.
Künftig sollen auf der Industriebrache in Gelsenkirchen-Schalke rund 50.000 Quadratmeter an nachhaltigen, flexibel nutzbaren Gewerbeflächen für ein breites Mieterspektrum entstehen.
Auf dem Areal ist die Errichtung eines modernen, nachhaltigen und auf die Bedürfnisse eines breiten Nutzermix ausgerichteten Gewerbegebietes vorgesehen. Insgesamt sind acht Gewerbehallen mit Flächen zwischen jeweils 1.000 und 10.000 Quadratmetern geplant – flexibel teilbar in mehrere Einheiten. Im Osten des Areals sollen ergänzend kleinere Gebäude entstehen, die besonders auf die Anforderungen lokaler Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ausgerichtet sind.
Die Planung der Gebäude ist auf die Realisierung eines ausgewogenen Branchenmix ausgelegt, mit dem Ziel die Ansiedlung kleiner und mittelständischer Unternehmen zu fördern. Die weitere Detaillierung des Konzeptes erfolgt in enger Abstimmung zwischen Stadt und der MLP Group, die in das Projekt über 40 Millionen Euro investieren wird.