10. August 2021, 15:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Die Kinderstuben sind in Gelsenkirchen ein wohnortnahes Bildungsangebot für Mädchen und Jungen im Alter von einem Jahr bis zu vier Jahren, die in benachteiligten Verhältnissen aufwachsen. Die Kinder kommen größtenteils aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte. Jetzt konnten 25 Kinder zum neuen Kindergartenjahr nach einer entsprechenden Vorbereitung in Kindertageseinrichtungen wechseln.
„Die Kinderstuben sind im Stadtteil enorm beliebt und das Konzept mit dem guten Betreuungsschlüssel, der Einbindung der Eltern und der sozialpädagogischen Begleitung der Familien überzeugt“, so Holle Weiß, Betriebsleiterin von GeKita. „Zudem konzentrieren sich die Merkmale der Kinderstuben auf die Qualitätsaspekte, die über eine reguläre Kindertagespflegestelle hinausgehen und die das Wesen der Kinderstuben ausmachen.“
Nicole Schmidt, Koordinatorin der drei Kinderstuben erläutert: „In einer Kinderstube werden maximal neun Kinder von drei Tagespflegepersonen betreut. Um Kinder und Eltern bestmöglich fördern und unterstützen zu können, werden jeweils drei Kinder von einer Tagespflegeperson betreut. Dadurch ist gewährleistet, dass Familien ein Förderangebot erhalten, das individuell auf sie zugeschnitten ist. Die Eltern verpflichten sich per Vertrag an verschiedenen Angeboten in den Kinderstuben teilzunehmen. Das trägt zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz bei.“
Um eine lückenlose Bildungskette der Kinder sicherzustellen, haben die Kinderstuben mittlerweile feste Kooperationen mit Kindertageseinrichtungen in ihren Stadtteilen. Dorthin wechseln die Mädchen und Jungen nach etwa einem Jahr.
Alle Kinder haben dann eine erfolgreiche Sprachförderung durchlaufen. Heike Sackschweski, Kindertagespflegeperson in der Kinderstube Gabelsbergerstraße ergänzt: „Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit mit den Kindern und haben eine gute Vernetzung im Stadtteil. Die Eltern sind uns sehr dankbar, dass wir aufklären, vermitteln und ihre Kinder gut betreuen und fördern. Natürlich ist der Abschied nach einem Jahr nicht immer einfach, weil wir intensiv mit den Familien zusammenarbeiten, aber wir freuen uns, dass die Kinder nach einem Jahr schon so weit sind, dass sie an dem Alltag in den Kindertageseinrichtungen ohne Probleme teilnehmen können.“
Das Angebot der Kinderstuben soll perspektivisch im Gelsenkirchener Süden ausgebaut werden.