Ausstellung, 28. November 2026 - 30. Mai 2027, Kunstmuseum Gelsenkirchen
Foto. Bildrechte: Ludger Paffrath
Seit mehr als zwei Jahrzehnten zählt Michael Sailstorfer (1979 in Velden; lebt und arbeitet in Berlin) zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen Bildhauerei. Aus der Verbindung von gefundenen Objekten, die der Künstler zerlegt und neu zusammensetzt, mit physikalischen Prozessen sowie unerwarteten Ortsbezügen entstehen eindringliche Bilder von den Beziehungen des Menschen zu seiner materiellen Umwelt. Sailstorfer bringt Materialien unterschiedlicher kultureller Wertigkeit, etwa Pappe und Metall, miteinander in Dialog und verschiebt so vertraute Hierarchien ebenso wie traditionelle Vorstellungen von Skulptur. Dabei durchziehen erfinderische Neugier und subtiler Witz die Werke und prägen ihre Wirkung.
Das Kunstmuseum Gelsenkirchen präsentiert zwei Arbeiten des Künstlers, die sich auf die Architektur des Gebäudes und die Gelsenkirchener Sammlung beziehen und den Innen- und Außenraum des Museums miteinander verbinden. Dabei wird sowohl das rund um die Uhr einsehbare 24h-Museum als auch der zentrale Vorplatz bespielt. Mit seiner neuen für das Kunstmuseum Gelsenkirchen produzierten Arbeit Factory Herz schafft Sailstorfer hier einen besonderen Begegnungsort für die kalte Jahreszeit. Mehrmals während der Ausstellungslaufzeit wird die Arbeit aktiviert und verwandelt den Museumsplatz im wahrsten Sinne des Wortes temporär in ein Energiezentrum des Museums.
Info: 0209 / 169-4361
Dieser Termin ist kostenfrei.