Mit dem Ratsbürgerentscheid sollen die Bürgerinnen und Bürger selbst darüber entscheiden, ob die Stadt Teil dieser regionalen Bewerbung sein soll. Zentrale Voraussetzung für die Teilnahme an der Bewerbung der Region ist die mehrheitliche Zustimmung der Bevölkerung in den beteiligten Städten.
Die Bewerbung erstreckt sich auf einen Zeitraum von drei Austragungsjahren, da noch nicht abschätzbar ist, für welches Jahr eine Bewerbung die größten Erfolgsaussichten hätte.
Gelsenkirchen als Austragungsort:
Das Konzept „Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr“ wird von 17 Kommunen in Nordrhein-Westfalen getragen. Es sieht vor, die Spiele in bereits vorhandenen oder nur vorübergehend errichteten Sportstätten auszutragen. In Gelsenkirchen, als der zentrale Austragungsort für die Kernsportart Schwimmen, sollen im Rahmen des Konzepts die Wettbewerbe im Schwimmen, Synchronschwimmen, Turmspringen und Wasserball sowie die Paralympischen Schwimmwettkämpfe stattfinden. Die Schalke-Arena wäre für die Dauer der Spiele zum sogenannten „Aquatics Dome“ umfunktioniert. Dafür wird eine temporäre Schwimmanlage eingebaut, die nach den Spielen wieder zurückgebaut wird.
Mögliche Vorteile einer Bewerbung:
Die Olympischen und Paralympischen Spiele könnten die Region international bekannt machen und das positive Bild von Gelsenkirchen stärken. Dabei würde Gelsenkirchen als Austragungsort vieler Wassersportwettkämpfe besonders im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stehen.
Die Olympischen und Paralympischen Spiele könnten neue Impulse für Sport, Inklusion, Barrierefreiheit und Gemeinschaftsgefühl setzen.
Durch Investitionen in Verkehr, Digitalisierung und Stadtentwicklung sowie der Priorisierung der entsprechenden Projekte könnten nachhaltige Verbesserungen entstehen.
Jugendliche und Kinder könnten durch Spitzensport vor Ort motiviert und für Bewegung begeistert werden.
Lokale Wirtschaft, Tourismus und Gastronomie könnten von Besucherinnen und Besuchern profitieren.
Mögliche Nachteile und Herausforderungen:
Trotz des Nachhaltigkeitskonzepts können mit der Vorbereitung und Durchführung Kosten verbunden sein, deren genaue Höhe erst im weiteren Verlauf bekannt wird. Auch die konkreten Anforderungen an die Ausrichterstädte präzisieren sich erst schrittweise im nationalen und internationalen Bewerbungsprozess und womöglich auch noch nach der Vergabeentscheidung.
Große internationale Veranstaltungen erfordern umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und erzeugen zusätzliche Verkehre.
Es besteht das Risiko, dass geplante Investitionen langfristig nicht im erwarteten Umfang nutzbar oder wirtschaftlich sind.
Während der Austragung kann es zu Beeinträchtigungen des städtischen Alltags kommen.