In Gelsenkirchen lässt sich an vielen Orten ablesen, wie der europäische Gedanke gelebt und umgesetzt wird. Europa wirkt in Gelsenkirchen durch zahlreiche Maßnahmen im Bereich von Umwelt, Klimaschutz, Stadtentwicklung, Integration, Bildung und Ausbildung sowie durch die Aktivitäten vieler Bürgerinnen und Bürger und in der Ausgestaltung der Städtepartnerschaften. Einen großen Beitrag leisten außerdem die Europaschulen.
Kenntnisse über Europa und ein Gespür für die Bedeutung der Europäischen Union sind für junge Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener von großer Bedeutung. Schließlich sind sie die Zukunft Europas und gestalten den Kontinent und das politische System bereits heute mit.
Viele Angebote und Initiativen richten sich daher unmittelbar an Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte. Nicht nur, aber insbesondere an den fünf Europaschulen wird in Gelsenkirchen der europäische Gedanke gelebt und diskutiert.
Eine Zertifizierung des Landes Nordrhein-Westfalen als "Europaschule" ist ein Aushängeschild für die andauernde Qualität und fortwährende Verbesserung bei der Europabildung.
Die Zertifizierung ist zeitlich auf fünf Jahre befristet. Um den Titel Europaschule danach weiter führen zu dürfen, bedarf es einer Re-Zertifizierung.
Europaschulen in Gelsenkirchen
Weitere Informationen können auf der Website des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen eingesehen werden.
Schulpartnerschaften, Austauschprogramme und Auslandsaufenthalte
Durch Schulpartnerschaften, Austauschprogramme und Auslandsaufenthalte können Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schülern Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit sammeln, ihr Wissen und ihre Welterfahrung erweitern und vertiefen.
Angebote der Europäischen Union für Lehrkräfte und junge Menschen
Der europäische Gedanke und die partnerschaftliche Zusammenarbeit wird auch in der Ausgestaltung der Städtepartnerschaften Gelsenkirchens gelebt.
Mit Hilfe europäischer Förderung wurde in den vergangen Jahrzehnten der Strukturwandel im Ruhrgebiet maßgeblich unterstützt. So hat die Europäische Union die Folgenutzung der Heilig-Kreuz-Kirche und den Neubau einer Skateanlage im Glückaufpark Hassel aus ihren Mitteln gefördert.
Aus europäischen Förderprogrammen sind in der Förderperiode 2014-2020 ca. 84,7 Millionen Euro nach Gelsenkirchen geflossen (EFRE NRW: 48,6 Mio. €; ESF NRW: 21,2 Mio. €; ESF Bund: 13,3 Mio. €; ELER: 0,1 Mio. €; Horizont 2020: 1,5 Mio. €).
Das aktuelle Bauprojekt „Bewegungshaus im Multisportpark Lüttinghof“, das im Zusammenhang mit dem Umbau der Sportanlage zu einem offenen Multisportpark steht, wird ebenfalls durch die Europäische Union gefördert.
Auch die Kunst- und Kulturszene sowie die Kreativwirtschaft in Deutschland und Gelsenkirchen wird durch die Europäische Union gefördert, unter anderem durch spezielle Programme, finanzielle Unterstützung und Hilfe bei Forschungsprojekten sowie die Förderung der Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern innerhalb und außerhalb des Staatenverbandes.
Eine Übersicht über die erhaltenen Fördermittel, von denen auch Unternehmen, Vereine und Privatpersonen in Gelsenkirchen profitieren, bietet die Bilanzierung des Regionalverbandes Ruhr.
Der Regionalverband bereitet außerdem ausgewählte Programme der EU-Förderperiode digital auf und bietet Informationen in seinem EU-Förderleitfaden Ruhr.
Gelsenkirchener Interessen werden auch auf europäischer Ebene vertreten und bei der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung eingebracht.
Die Stadt Gelsenkirchen ist zur besseren Positionierung in der Europapolitik in verschiedenen Netzwerken aktiv, um dort gemeinsame Positionen, beispielsweise für das Ruhrgebiet oder für die deutschen Kommunen, zu erarbeiten.
Vertreten durch den Europabeauftragten ist die Stadtverwaltung unter anderem in den Arbeitskreisen des Regionalverbandes Ruhr und im Rat der Gemeinden und Regionen Europas Mitglied.