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ORGANIZER;CN="Stadt Gelsenkirchen - Kulturraum „die flora“" :MAILTO:flora@gelsenkirchen.de
LOCATION:Kulturraum „die flora“, Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen
SUMMARY:„Ein Hungerkünstler“
DESCRIPTION:Hungerkünstler waren Schausteller, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa als öffentliche Attraktion über einen längeren Zeitraum fasteten. Auch in der Erzählung von Franz Kafka findet der Hungerkünstler in der Öffentlichkeit ein reges Interesse an seiner Kunst. Er wird vom Publikum von Hungertag zu Hungertag interessiert begutachtet und bewundert. Aber dann ändern sich die Zeiten, der Hungerkünstler findet nur noch im Zirkus bei den Tieren Unterschlupf und wird bald vergessen. Seine letzten Worte: „Ich würde mir auch, so wie ihr, den Bauch vollschlagen, aber ich habe die Speise, die mir schmeckt, nicht gefunden.“Das Triastheater hat Kafkas Erzählung (EA 1922) für die Bühne adaptiert. Ein Sammelband unter gleichem Titel „Ein Hungerkünstler“ erschien 1924 als letztes Buch Kafkas, das vor seinem Tod in gleichen Jahr veröffentlicht wurde. Vom Ensemble des Triastheaters ursprünglich als Aufführung für die geplante Szeniale 2021 gedacht, verschob die Corona-Pandemie alles ins Jahr 2022. So kann der Hungerkünstler als Symbol für den Künstler gesehen werden. Künstler wie Künstlerin sind zuständig für die Pflege der Seele und des Geistes. Doch sie leben in einer ambivalenten Beziehung zum Publikum. In einer Zeit, in der sich durch Corona die Wertigkeiten zuspitzten und der Mensch auf den Körper reduziert wurde, schien ihr Los eine Niete zu sein und sie zum Fasten gezwungen. Und die Auswirkungen der Pandemie belasten bis heute das kulturelle Schaffen.Schauspiel: Jesse Krauß, Ulrich Penquitt, Jens DornheimRegie: Ulrich Penquitt und Jens DornheimTechnik/ Musik: Danny Tristan BomboschKostüme: Angela Heid SchillingBühne: Gesa GöringDie Produktion wurde gefördert von der Stadt Gelsenkirchen, der Stiftung van Meeteren, dem LWL, der Volksbank Ruhr Mitte und von kultur-leben e.V.Veranstalter: Kulturraum „die flora“
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