WeGE der Landmarkenkunst und Industrienatur
Dieser Weg beginnt am Ankerpunkt Nordsternpark auf der Route der Industriekultur, der auch ein wichtiges Element in der regionalen Route der Industriekultur bildet. Auf unserem Weg steht das Landschaftserlebnis zusammen mit interessanten Freizeitangeboten und der Bedeutung der Landmarkenkunst im Vordergrund. Kommen Sie mit auf die WeGE der Landmarkenkunst und Industrienatur. Sehen Sie, wie "Natur aus Menschenhand" bezaubern kann.
Ankerpunkt Nordsternpark (www.nordsternpark.de)
Der Nordsternpark bildet zusammen mit dem (Emscher-) Landschaftspark Heßler einen offenen Landschaftsraum, wie es ihn im mittleren Ruhrgebiet kaum gibt. Er besticht durch seine strengen linienhaften Strukturen (Wasserwege) im Wechsel mit offener Landschaft und strenger Industriearchitektur. Stahlfachwerk-Gebäude wurden auch hier durch die bekannten Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer geprägt. Architektonische Zeugen der Industriegeschichte flankieren die Silhouette und erinnern an die Geschichte der Region. Nordstern leuchtete 1858 als nördichstes Bergwerk im Revier und erlosch 1993 als südlichste Zeche im Ruhrgebiet. Die Lichter sollten nur für kurze Zeit ausgehen, denn 1997 fand hier die Bundesgartenschau statt.
Infolge des Wandels - von der Industriebrache zum weitläufigen Landschaftspark mit Wiesen und Feuchtbiotopen - können wir heute im Gelände den Blick in die Ferne schweifen lassen. Wir sehen die Schurenbachhalde mit dem bekannten Serra-Denkmal, von kunstvoll inszenierten Brücken beobachten wir den Schifffahrtsbetrieb auf dem Rhein-Herne-Kanal oder steigen am Fahrgastschiffanleger ein. Derzeit fahren vier Reedereien den Nordsternpark an. Nähere Informationen gibt es auf der Seite des Nordsternparks unter "Attraktionen/Fahrgastschiffanleger" oder "Anfahrt mit dem Schiff".
Ein weiteres Highlight ist der Klettergarten im Haldenpark. Hier kann man an drei 18 m hohen Felswänden den Alpinisten zusehen oder auch selber klettern. (Tel.: 0209/ 586486 -abends-).
Ein modernes Amphitheater bietet Platz für 6.100 Zuschauer. Musik, Theater und Show werden hier in der Open-Air-Saison angeboten. (www.amphitheater-gelsenkirchen.de).
Für Kinder gibt es einen großzügig angelegten Wasserspielplatz mit runden Bootskübeln, Rutschen, Wippen, Sandkästen und Kletterpyramide. Spielzeug, Volleyballnetze, Fußbälle und vieles mehr wird am Betreuerhaus für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 14 Jahren täglich von 10-18 Uhr angeboten. (Gruppen nach Voranmeldung, Tel.: 0209/ 3616490)
Kaum zu glauben, dass hier einmal ein Kraftwerk und eine Müllverbrennungsanlage gegen heftigen Widerstand aus der Bevölkerung Platz finden sollten. Das Tauziehen zwischen Natur und Wirtschaft hat ein Ende gefunden. Nach jahrelangem Findungsprozess werden beide durch eine Allianz zu neuen Blüten getrieben. Relikte der Geschichte haben sich in einen Garten der Erinnerung verwandelt.
Die Geschichte der Zeche Nordstern und des Bergbaus halten ehemalige Bergleute in einer zur BUGA 1997 angelegten bergmännischen Strecke wach. In dem 63 m langen Besucherstollen werden nach telefonischer Vereinbarung zwischen April und Oktober Führungen für Schulklassen, Kindergärten und auch Erwachsenengruppen angeboten (Tel.: 0209/ 57042).
Modelleisenbahnfans können am Nordrand des Parkes den Deutschland-Express mit mehr als 500 Märklin-Zügen bestaunen. Sie erleben dabei eine Reise durch märchenhaft nachgebildete Landschaften - von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee. Viele Details - zum Beispiel ein Rummelplatz mit beleuchteten und sich drehenden Karussels - lassen den Alltag schnell vergessen.
Die Nordsternpark-Gastronomie lädt zum Verweilen ein. Es besteht die Möglichkeit einen Festsaal zu mieten.
www.nordsternpark.de
Zum Panoramabild: Nordsternpark/ Kanalbühne
Zum Panoramabild: Nordsternpark/ Amphitheater
Adressen:
Deutschland-Express Modelleisenbahnanlage GmbH
Am Bugapark 1 C
45899 Gelsenkirchen
Tel.: 0209/508 36 60
Fax: 0209/508 36 61
Web: www.deutschland-express.de
Bus Linien 383 und CE 56,
Haltestelle Nordsternpark
Amphitheater Gelsenkirchen
Grothusstraße 201
45899 Gelsenkirchen
Tel.: 0209/508 34 05
Fax: 0209/508 34 06
E-Mail: info@amphitheater-gelsenkirchen.de
Web: www.amphitheater-gelsenkirchen.de
Bus Linien 383 und CE 56,
Haltestelle Krokuswinkel
Schurenbachhalde mit "Bramme für das Ruhrgebiet"
Dieser Aussichtspunkt liegt südwestlich des Nordsternparks und ist von dort aus in ca. 25-30 Minuten zu Fuß zu erreichen. Über mehrere Serpentinen erreichen Sie das große Gipfelplateau vom Rhein-Herne-Kanal oder von der entgegengesetzten Richtung von der A42. Nach dem Aufstieg durch eine harmonische Landschaft empfängt uns hier oben die Ruhrgebietskulisse pur. Ein Wirrwarr aus Verkehrswegen, Siedlungen, Grünzonen, Halden und Industrieobjekten breitet sich vor unseren Augen aus.
Betont wird der eindrucksvolle Ort zwischen Himmel und Erde durch seine sehr dunkle, elliptisch geformte Oberfläche. Eine fast 15m hohe Stahl-Bramme erinnert an die Zeit von Kohle und Stahl und dimensioniert den ansonsten sehr weit wirkenden Raum.
Der amerikanische Künstler Richard Serra sollte im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA 1989-1999) diesen Ort entsprechend seiner Bedeutung im Industriezeitalter inszenieren.
Serra, geboren 1939, hat in jungen Jahren sein Studium durch Arbeit in Hüttenwerken finanziert. Der Besuch einer Kirche in Rom, die auf einer ellipsenförmigen Grundfläche fußte, zündete in ihm die Idee von elliptischen Kunstwerken. Diese geometrische Form wies Serra auch im Land mit den Geschichten von Kohle und Stahl den Weg.
Hören wir dem anfangs ratlosen Künstler doch einfach mal zu, wie er sich in der Tageszeitung vom 22.Juni 1999 geäußert hat: "Ich ... war vollkommen fasziniert von der Kraft und dem Mysterium dieses Ortes - es war wie eine Mondlandschaft. Man kann doch nicht herumlaufen ohne über die Bedeutung der Sklavenarbeit, die unter einem liegt, nachzudenken. Ich hatte keine Idee, was ich als Bildhauer dazu noch sagen sollte." Bis er merkte, dass man unwillkürlich vom Rand der Ellipse zur Mitte hochläuft: "Okay, dachte ich, dann bleib in deiner Sprache, nimm `ne große Stahlplatte und steck sie in die Mitte..."
Rungenberghalde mit Lichtobjekt und Schüngelbergsiedlung
Diese an der A2 am Südrand von Buer gelegene 70m hohe Landmarke erfuhr ihre weit und breit einzigartige künstlerische Gestaltung in Form einer Doppel-Pyramide. Zwei Scheinwerfer mit sich kreuzenden Lichtkegeln sorgen bei Dunkelheit für ein "Nachtzeichen" am Himmel und erinnern an "die Stadt der tausend Feuer", wie Gelsenkirchen früher genannt wurde.
Das Objekt "Schienenplateau" ist eine 33x41m große elliptische Fläche, die waagerecht in die sanft geneigte Halde eingeschnitten wurde und dicht mit 5500m Schienen aus Bergbaugleisen belegt wurde. Die Schienen symbolisieren hierbei das Transportsystem, das die industrielle Entwicklung der gesamten Umgebung geprägt hat.
Empfohlen sei ein Rundgang durch die ab 1903 erbaute Gartenstadt "Schüngelberg". Im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA 1989-1999) wurde diese für die Bergleute der Zeche Hugo gebaute Siedlung behutsam saniert und erweitert (vgl. dazu ausführlich WeGE der Arbeitersiedlungen). Durch die auf die Halde ausgerichtete Sichtachse führt der Weg durch den neuen Teil zum "Torhaus". Danach geht es über eine lange Treppe zum Weg, der uns durch den markanten Doppel-Gipfel führt. Zwischen beiden Spitzen werden bizarre Ausblicke geboten. Den Abstieg können wir gemächlicher über normale Wege beschreiten.
Zum Panoramabild: Rungenberghalde
Straßenbahn: Linie 301
Haltestelle Emil-Zimmermann-Allee (5 Minuten Fußweg in die Siedlung, etwa 25 Minuten bis auf die Halde bei Wanderschritt)
Skulpturenwald Rheinelbe: Eine Industriebrache wird Kunst-Natur-Raum
Von 1861 bis 1928 wurde auf der Zeche Rheinelbe Kohle - das schwarze Gold - gefördert. Hören wir doch einmal dem betagten Bergmann "Kumpel Anton" zu:
"Ma ährlich: Früher war datt hier allet ganz anders. Fördertürme, Waschkauen und Maschinenhallen bestimmten datt Bild. Am Tor began an 7 Tagen die Woche die Welt, wie nur wier sie kannten. Ärst ma ging et ab inne Kaue, wo wa uns die richtigen Klamotten überstülpten. Danach verschwanden wier Männer unta Tage. Ärst viele Stunden nach langa hahta Aabeit ärblicktn wa wiedda datt Licht der Welt. Ganz schwatt kamen wa wiedda rauf. Die Brause wusch den Dreck von uns, so datt wa wiedda ganz weiß waren. Dann ging et ab umme Ecke inne Siedlung, wo die Blagen auf der Straaße spielten. Die Olle hatte auch ihren haaten Tach. Sie waa oft übellaunig oda sachte nur "Tach Anton", datt Essen iss färtich`. Dann mußte oft noch die Wäsche gemacht wärden und im Gemüsegaaten gap et auch imma watt zu wühlen. Ein Plausch mitte Nachbaan - nen kurzen gezogen. Dann jeder Tochter nen Nachtkuß und ab inne Koje - datt war oft datt ganze Leben! Und moogens rief die Frau in alla Herrgottsfrühe: Anton aufsteeehn, ab auf`n Pütt! Heute habn wa et da bessa: Sonne nicht imma am Kanaal , auch schon maa auf Mallloorka und wenn die Rente stimmt, ab nache Philippinen. Moogens früh aufsteeehn is nich mehr. Abba eins sach ich Euch: damals war et beschaulicha - nich so viele Autos und moogen war et noch so wie gestern abend. Die Sonne ging noch da unta, wo die Rääda sich drehten, oben anne Zeche und nich irgendwo anders! Dafür ham wa heute einen Skulpturenwald und ich muss ächt sagen: Nicht von schlächten Ältern."
Der Besucher wird zu einer Spurensuche aufgefordert und beginnt in seiner Fantasie, sich die Gegend laut, dröhnend und ächzend vorzustellen.
"Kommse doch mit auf Rheinelbe..." meint Kumpel Anton.
Später wurde die Förderung von Nordosten (Alma) und Süden (Zeche Holland) betrieben. Heute werden schön renovierte alte Zechengebäude durch die Fortbildungsakademie des Landesbauministeriums und durch ein Gründungszentrum für neue Unternehmen wiederbelebt. Schwarz verschmutzte Bergmänner kann man sich hier kaum noch vorstellen. Dennoch werden wir mit beinahe einzigartigen Ansichten belohnt:
Besonders empfohlen sei der Fußweg oder die Radtour vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen kommend:
Wir passieren die Fußgängerzone Bochumer Straße mit ihren zum Teil reichhaltigen Gebäuden aus der Gründerzeit. Dann öffnet sich 150 m hinter dem Neustadtplatz überraschend die bis dahin undurchlässigen Häuserfronten zum Wissenschaftspark Gelsenkirchen (vgl. dazu ausführlich SolarweGE).
Befreiend erscheint eine Grün- und Teichfläche. Dahinter erhebt sich die 300m-lange Glasarkade dieses repräsentativen Gebäudes. Wir folgen nach Überquerung der B227 rechter Hand der einladenden Grünfläche, der Glasarkade immer mit gebührendem Abstand. Geradeaus weiter überqueren wir die Virchowstraße und passieren eine Parkplatzfläche, hinter der der Weg nach links führend den Skulpturenwald Rheinelbe erreicht. Rechts liegend können wir mächtige Backsteinbauten der Zeche Rheinelbe in Augenschein nehmen, deren Umnutzung auch eine Innenbesichtigung lohnt. Hier ist insbesondere der Lichthof in der Fortbildungsakademie des Landesbauministeriums zu nennen.
Völlig unerwartet taucht vor einer Bergehalde eine erste Skulptur auf : Relikte von Zechenfundamenten aus dem Ruhrgebiet sind auf Baumstämmen aufgeständert. Hier ist das nördliche Entrée des von Hermann Prigrann geschaffenen Skulpturenwaldes. Gleich links gewährt ein bizarr erleuchteter Stollen - vom Künstler als "blaue Grotte" bezeichnet - einen unerwarteten Anblick. Wir befinden uns am Fuße einer Halde, die der Lagerung des zwischen der Kohle liegenden Materials (Berge) diente.
"Ihr habt et gut, Spaziern geehn und noch klug dabei wärden - ich hab meinen Schweiß tief unter Euren Sohlen im Flöz gelassen. Abba et sei Euch gegönnt!"
Wir glauben Kumpel Anton und folgen dem Fußweg entlang des links liegenden "Berges" und gelangen in einen "Urwald". Dieser konnte sich jahrzehntelang entwickeln. Der arbeitende Mensch hat diese Fläche vor langer Zeit verlassen. Als es hier noch stark rauchte und rußte, wurden einige rauch-resistente Arten - wie Robinien und Platanen - angepflanzt. Links öffnet sich das Terrain in Form eines Treppen-Aufstieges zu einem "Baumplatz". Das Ensemble besteht aus Relikten der ehemaligen Ruhrkohlezentrale in Essen. Auch Schwellenhölzer von umliegenden Brücken finden ihre Verwendung in Prigranns Objekten.
Vor dem bezeichneten Aufstieg folgt der Weg weiter geradeaus in südliche Richtung. Der in dieser Gegend ungewöhnlich natürlich gewachsene Wald verdichtet sich. Der Kontrast zum noch wenige Minuten zuvor passierten Stadtraum an der Bochumer Straße kann stärker nicht sein.
Deutlich erkennbar darf der Wald hier in sich zusammenbrechen. Neues bahnt sich den Weg, ohne Terminkalender einer Forstwirtschaft. Was vom Baum fällt, darf liegenbleiben und verrotten! Wald wie im Märchen - ohne Reih- und Glied-Anpflanzungen - einfach klasse und so nah am Stadtkern!
"Mann, hier dampften früher die Züge mit all der schwatten Kohle innen drin, datt waa so watt von laut!"
Rechter Hand taucht hörbar eine Umspannstation auf, hinter welcher sich eine Forststation in einem ehemaligen Schalthaus befindet. Von dort werden naturkundliche Exkursionen für jedermann und für Schulklassen unternommen. Schnell erfährt man von mit Erzen und anderen Stoffen eingeschleppten Pflanzen aus verschiedenen Erdteilen: Schmalblättriges Greiskraut, Kanadische Goldrute und chinesischer Sommerflieder verstärken heute das Naturerlebnis mitten im größten Ballungsraum Europas.
Höhepunkt des Skulpturenwaldes ist im wahrsten Sinne des Wortes der Aufstieg zum 110m hohen "Spiralberg" im Süden. Der Weg führt am Fuße dieser künstlichen Erhebung scharf links bergauf durch eine durch Böschungen eingefasste Birkenallee. Dahinter scharf rechtsfolgend bergan durch Wald, hinter dem kontrastreich der durch dunkles Schottermaterial gebildete "Gipfel" erscheint. Markant ragen Beton-Relikte einer Dortmunder Zeche empor. Nicht wenige Besucher assoziieren aztekische Baukunst bei diesem Anblick. Von Süden führt uns eine "Himmelstreppe" zu diesem eindrucksvollen Gebilde. Belohnt werden wir mit einem umfassenden Rundblick, der von den Ruhrhöhen im Süden über Bochum, Herne, dem Kraftwerk Scholven im Norden über weitere Landmarken hinweg bis zum vergleichsweise niedrigen Mechtenberg im Südwesten reicht. Der Weg kann bis zur Gelsenkirchener Innenstadt zurückverfolgt werden.
"Wie bei den Azteken - und grün datt glaubse nich - man watt hat datt hier ma gequalmt und gerußt - da konnste kaum die Wäsche auffe Leine lassen. Da half auch kein Ariel oder Omo!"
Wir dagegen begreifen: der Künstler hat eine Symbiose geschaffen. Wie ein Spiegel der Zeit versinnbildlicht der Kunst-Natur-Raum den Wandel von der Natur über deren Ausbeutung bis hin zur Versöhnung zwischen Mensch, Technik und Natur. Mahnend weist dieser Gedanke den Weg in die Zukunft und soll uns weiterleiten auf den WeGEn der Industrienatur- und Landmarkenkunst im Raum Gelsenkirchen. Gewachsene Natur auf gestaltetem Terrain - ein angenehmes Zusammenspiel - nicht unbedingt ein Widerspruch!
Lage: ca 2km südlich vom Hauptbahnhof,
2km nördlich der A40 Abfahrt Gelsenkirchen
Straßenbahn: Linie 302
Haltestelle Wissenschaftspark (10 Minuten Fußweg zum Beginn des Skulpturenwaldes, weitere 30 Minuten bis auf den Spiralberg im Süden)
Bus: Linie 389
Haltestelle Humboldtstraße (20 Minuten Fußweg auf den Spiralberg bei Wanderschritt) oder Virchowstraße (Beginn Skulpturenwald)
Natur-Info und Führungen:
Forststation Rhein-Elbe Tel.: 0209/147 48 44
Mechtenberg
Ergänzend kann der Weg über die B227 (Hattinger Straße) zum Naturdenkmal Mechtenberg auf dem Essener Stadtgebiet fortgesetzt werden. Zu Fuß werden vom Spiralberg etwa 45-60 Minuten benötigt. Dieser durch voreiszeitliche Ruhr(nebenfluß)schotter aufgeformte "Berg" - die Ruhr floß einmal weiter nördlich als heute - war lange als der höchste Berg im Stadtsüden im Bewusstsein der Bevölkerung. Er war ja auch mal recht hoch. Durch Bergsenkungen ist er aber mit seinem Bismarckdenkmal um 15m abgesackt!
"Daran sehta, datt ich ma hier malocht hab! Deshalb kann ich auch heut nach Malloorka faahrn! Abba ma ganz ährlich: datt iss so schöön bei uns, da möcht man gaa nich mär wech!"
Diese kulturlandwirtschaftlich geprägte Anhöhe erscheint weitaus gewöhnlicher, bietet aber mit ihrer Idylle und den in den letzten Jahren erweiterten Grünzügen im Emscher-Landschaftspark ein reizvolles Wander- und Radtourenziel. Auch hier waren Künstler unter dem Motto "Land-Art" aufgerufen, Akzente in die Landschaft zu setzen. Im Unterschied zu den vorher genannten Orten waren diese allerdings zeitlich begrenzte oder vergängliche Projekte. Gegenüber in östlicher Richtung können wir den von Prigrann gestalteten "Spiralberg" in Augenschein nehmen.
Bus: Linie 194
Haltestelle Bromberger Straße (etwa 20 Minuten Fußweg)
Verantw. iSdPR ist die Stadtmarketing Gesellschaft mbH.

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