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WeGE der Arbeitersiedlungen

Die alten Arbeitersiedlungen sind Ausdruck eines rasant gestiegenen Arbeitskräftebedarfs der Ruhrindustrie. Vielerorts wurden Mietskasernen gebaut. Ab 1870 wurden durch Zechen und Hüttenwerke viele Siedlungen - auch Kolonien genannt - errichtet. Diese lagen nahe bei den Arbeitsstätten, außerhalb historischer Keimzellen.

Die Häuser lagen nebeneinander angereiht an der Straße. Die langgestreckte Form dieser Siedlungen verlieh ihnen später den vom Volke verliehenen Titel "D-Zug-Siedlung". Jede Wohnung hatte ihren eigenen Zugang von außen. Das Dachgeschoss wurde oft als Schlafgeschoss hergerichtet.

Zu den Häusern gehörten auch Gärten, die die Eigenversorgung mit Lebensmitteln sicherten und den vielen Zuwanderern aus ländlichen Gebieten die Eingewöhnung erleichterten. In zwischen Haus und Garten gelegenen Ställen konnte Kleintierzucht betrieben werden. (Die Ziege wurde die "Kuh des Bergmanns" genannt.) Da hinter den Ställen oft die Kanalisation lag, war hier auch der "Abort" untergebracht. Die Wasserversorgung erfolgte früher über einen zentralen Brunnen.

Die Wohnungen für 2-4 Familien je Haus wurden zugeteilt und waren gegenüber dem privaten Mietwohnungsbau preisgünstig. Verlor man den Arbeitsplatz, verlor man auch die Wohnung. Auf diese Weise wurde eine gewisse Loyalität des Arbeiters zum Betrieb erzwungen.

In Zeiten der Wohnungsnot und sozialer Unzulänglichkeit wurden Betten schichtweise an sogenannte Kost- bzw. Schlafgänger vermietet.

Die ersten Siedlungen wurden in architektonisch anspruchsloser Gestalt errichtet, die Materialien stammten oft von zecheneigenen Ziegeleien. Erst mit der in England initiierten Gartenstadtbewegung wurden Facetten wie gestalterische Details, Platzgestaltung, Abkehr von linienartigen Strukturen umgesetzt. Aus den Unterkünften wurden Heimatorte.

Nach dem 1. Weltkrieg wich der Werkssiedlungsbau dem genossenschaftlichen bzw. öffentlichen Wohnungsbau. In den 60er Jahren wendete man sich von der kleinstrukturierten Bauweise ab. Im Zuge einer Planung von Siedlungsschwerpunkten wollten die Stadtplaner gerne alte, "nicht zeitgemäße" Bergarbeitersiedlungen durch Hochhäuser ersetzen.

Unser Weg durch Gelsenkirchen kann wegen der zahlreichen Bestände nur wenige ausgewählte, aber gestalterisch und historisch um so interessantere Beispiele zeigen.



Siedlung Flöz Dickebank im Stadtteil Ückendorf

Diese für die Zechen Holland, Alma und Rheinelbe ab 1870 errichtete Siedlung trug zunächst den Namen Ottilienau. Die Häuser der Virchowstraße 30-56 und 31-59 bilden den ältesten Teil. Der Aneinanderreihung einfacher Satteldachgebäude folgten später zum Beispiel in der Ulmenstraße aufwendiger gestaltete Haustypen. Die Ausformung eines Platzes an der Kreuzung Flöz Dickebank/Ottilienaustraße ist ein weiteres Zeugnis dieses Prozesses.

Die Hausgruppe Virchowstraße 29-35/Knappschaftsstraße 9-25 stellt ein schönes Beispiel der anspruchsvoller gewordenen architektonischen Gestaltung dar.

Von den 314 Wohnungen wurden letztendlich die Häuser der Ulmenstraße 2-26 abgebrochen. Dank einer energischen Bürgerinitiative konnte die Siedlung vor dem Total-Abriss bewahrt werden. Ende der 70er Jahre erfolgte eine behutsame Sanierung. Dieser Ort ist im Ruhrgebiet bis heute noch als Symbol für Widerstand gegen übergeordnete Machtinteressen bekannt.

Bus:
Linie 383
Haltestelle Lazarettstraße

Straßenbahn:
Linie 302
Haltestelle Stephanstraße



Vittinghoff-Siedlung im Stadtteil Schalke

Diese in den Jahren 1927 und 1928 errichtete Siedlung nach den Plänen des Gelsenkirchener Architekten Alfons Fels ist ein Beispiel des nach vorne blickenden genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Bauherr war die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GGW.

Ganz anders als bei der später in diesem Weg angesprochenen Schievenfeld-Siedlung treten hier klare, harte Konturen hervor: kubische Formen bestimmen das Bild. Linienhafte Strukturen im spannenden Wechsel - vertikal durch Treppenhaustürme und horizontal mit umlaufenden Galerien akzentuiert - vervollständigen den expressionistischen Stil und betonen das rational orientierte Industriezeitalter. Sämtliche Wohnräume mit ihren Loggien sind zum begrünten Innenhof ausgerichtet und bestimmen bis heute den überdurchschnittlichen Wohnwert.

Ort:
Vittinghoff-Siedlung an der Wilhelminenstraße zwischen Tannenbergsstraße und In der Heide

Bus:
Linie 383
Haltestelle Herzogstraße

Von hier aus kann die nur gut einen Kilometer entfernte Neubausiedlung auf dem ehemaligen Küppersbuschgelände besucht werden. Diese Siedlung an der Küppersbuschstraße ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA 1989-1999). Sie gilt als Beispiel modernen Wohnungsbaus, der auch Familien und sozial benachteiligte Menschen integriert.



Der Klapheckenhof im Stadtteil Heßler - Gelsenkirchens älteste Werkssiedlung

Ab 1870 entstand nahe des Schachtes 2 der Zeche Wilhelmine Victoria diese Siedlung in 3 Häuserreihen. Die 50 eineinhalbgeschossigen Arbeiter-Häuser in Kreuzgrundriss-Bauweise sind in ihrer Ausprägung und Vollständigkeit einmalig in Gelsenkirchen. Die meisten Häuser haben tief heruntergezogene Dächer. Auch die ab 1886 entstandene benachbarte Siedlungsreihe Grawenhof hat ebenfalls heruntergezogene Dächer.

Vor fast 20 Jahren wurde die Siedlung privatisiert, die Häuser gingen überwiegend an die vorherigen Mieter über, die umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen ausführten.

Die Schlichtheit der Häuser mag einen geringen Wohnwert vortäuschen. Sehr rasch wird aber die idyllische Atmosphäre deutlich, die insbesondere durch den jedem Haus zugeordneten Garten entsteht. Die überschaubaren Einheiten lassen Großstadthektik schnell vergessen und den Plausch mit dem Nachbarn selbstverständlich erscheinen.

In die lokalen Schlagzeilen geriet Anfang 2000 der Klapheckenhof, als ein Haus infolge Sanierungsarbeiten zusammenstürzte. Die Besitzerin wurde seitens der Stadt verpflichtet, den vorherigen Zustand Stein für Stein - der Gestaltungssatzung entsprechend - wieder aufzubauen.

Ort:
Klapheckenhof in Gelsenkirchen Heßler

Bus:
Linien 383 und 384
Haltestelle Melanchthonstraße



Siedlung Wallstraße/Blumenstraße in Gelsenkirchen-Horst

Hier entstanden ab 1897 Arbeiterhäuser der Zeche Nordstern (www.nordsternpark.de). Einfache zweigeschossige Ziegelbauten mit rückwärtigen Treppenhäusern sind das architektonische Merkmal. In Zusammenhang mit der Bundesgartenschau wurde diese Siedlung 1995 saniert.

Eine Besichtigung empfiehlt sich mit dem Besuch des nahen Nordsternparkes (vgl. weGE der Landmarkenkunst und Industrienatur).

Bus:
Linie 383
Haltestelle Krokuswinkel oder Kranefeldstraße

Linie CE 56
Haltestelle Kranefeldstraße



Schüngelberg-Siedlung in Gelsenkirchen-Buer

Buer in Westfalen 1903:

Die Inbetriebnahme der Schachtanlage Hugo liegt schon 30 Jahre zurück. Immer noch steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften. Auch etwas weiter südlich herrscht reges Treiben. Viele Menschen errichten Häuser für Neuankömmlinge. Durch die Bereitstellung von Wohnungen soll eine enge Bindung der Beschäftigten an die Schachtanlage gesichert werden.

Nach den Plänen von Wilhelm Johow soll nach und nach eine Siedlung gemäß den englischen Gartenstadtvorstellungen errichtet werden. An der Gertrudstraße entstehen unterschiedlich große Häuser, die Raum für 2 bis 12 Wohnungen bieten.

1910:
Von der Harpener Bergbau AG werden für die Führungskräfte an der Westfalenstraße sogenannte "Beamtenhäuser" gebaut. Es sind Doppelhäuser mit 6 Räumen und über 100 qm Wohnfläche. Auf dem namenstiftenden Schüngelberg soll ein zentraler Platz entstehen, indem an der Albrechtstraße beidseitig Häuserreihen den Anfang eines inneren Siedlungsringes bilden.

Nach 1914:
Kriegsbedingt kommt es nicht zu einer vollständigen Ausführung der Konzeption. Die Kolonie bleibt ein Fragment der ursprünglichen Planung.

1970:
Ein Totalabriss steht auf der Tagesordnung mancher Lokalfürsten.

1980:
Jahrzehntelang verharrte die Siedlung in räumlicher Abgeschiedenheit zwischen Zeche, Halde, Zechenbahn und Autobahn. Der Ort ist im Laufe der Zeit in einen trostlosen Grauschleier versunken. Hier wurde "ewig" nicht mehr saniert. Die alten Häuser haben weder Bad noch Heizung. Geheizt wird mit Kohle.

1981:
Die Siedlung geht in den Besitz der Essener TreuHandStelle für Bergmannswohnstätten (THS) über.

1988/1989:
Die THS beginnt mit einer umfassenden Sanierung der Siedlung. Mehr als 300 Wohnungen gilt es, technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Ende der 80er/Anfang der 90er:
In Kontrast zum Grau der Siedlung steht das rege Leben der Bewohner. Insbesondere türkische Frauen sitzen vor den Häusern und stricken. Spielende Kinder gehören ebenso wie türkische Männer zum Straßenbild, die ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem "gezmek" (Spazierengehen) frönen. Enge Kontakte untereinander gehören zur Lebensweise dieser Bevölkerungsgruppe. Die engen, aber überschaubaren Straßenzüge fördern Nachbarschaftshilfe, wie sie sonst schon längst nicht mehr selbstverständlich ist. Unterstützt wird dieses Sozialverhalten auch durch das Grabeland. Der Eigentümer duldet auf dem "Tepe" (Hügel) die gärtnerische Nutzung zur Selbstversorgung der türkischen Bewohner.

1999:
Die Internationale Bauausstellung Emscherpark (IBA, 1989-1999) hat auch hier ihre Spuren hinterlassen.

Für die "Freifläche" auf dem Tepe/Schüngelberg wurde vor 9 Jahren ein Wettbewerb ausgelobt, der die Bebauung des bis dahin vorhandenen Grabelandes mit über 200 Wohnungen vorsah. Diese neuen Wohnungen waren für Bergleute aus dem Aachener Raum bestimmt, die im Ruhrbergbau neue Arbeit finden sollten.

Gewonnen hat diesen Wettbewerb das Schweizer Architektenbüro Rolf Keller. Nach dessen Plänen wurde zusammen mit dem Duisburger Kollegen Peter Poelzig das Projekt ausgeführt. Das Verfahren mündete in einer Qualitätsvereinbarung, die sich an ökologischen, städtebaulichen und sozialen Standards orientierte, die beispielhaften Charakter besitzen. So wurden kiesgefüllte Versickerungsgräben (Rigolen) errichtet, die gereinigtes Regenwasser in den teilweise renaturierten Lanferbach leiten.

Eine denkmalgerechte Sanierung wurde mit einer intensiven Beteiligung der Bewohner durchgeführt.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts:
Im Schatten der monumentalen Gebäude der stillgelegten Zeche Hugo gehen wir von der Horster Straße kommend zur Gertrudstraße. Beinahe könnte die Zeit stehen geblieben sein. Noch immer dominiert die aufwendige fast 100 Jahre alte Architektur mit Erkern und Mansardendächern. Das alte Torhaus betont die Geschlossenheit der Siedlung. Hinter diesem beginnt gleich links an einer Schautafel der THS-Rundgang, dem wir zunächst folgen.

Wir setzen den Weg hinter den Häusern, an Nutzgärten und Wasserspielen vorbei, zur Schüngelbergstraße fort. Durch die Albrechtstraße schauen wir auf ein giebelständiges Haus, das sich eindrucksvoll vor dem Doppelgipfel der alles überragenden Rungenberghalde duckt.

Einen derartigen Anblick hätten wir niemals in Gelsenkirchen erwartet. Dennoch passt er zur Geschichte und zum Wandel der Stadt. Wir stehen inmitten des "Torsos": Die geschlossene Bebauung ist Teilstück des einmal geplanten zentralen Häuserringes.

Abweichend vom THS-Rundweg gehen wir vor dem giebelständigen Wohnhaus links weiter über die Johow-Straße, die mit ihrem Namen nach Vorschlägen der Bewohner dem Baumeister Rechnung zollt. Wir sind im neuen Teil der Siedlung angelangt.

An der nächsten Straße Zum Rungenberg biegen wir rechts ab und gelangen auf eine zentrale Sichtachse zur gleichnamigen Halde. Am Straßenende steht rechter Hand das neue Torhaus, das die neuen schlanken, klar gegliederten, weißen Hausachsen nach Süden fortsetzt. Hier wohnen mehrheitlich Menschen deutscher Herkunft.

Eine lange Treppe führt als Verlängerung direkt zum markanten Doppelgipfel dieser begrünten Bergehalde, die jetzt als Landmarke und Kunstobjekt inszeniert ist (vgl. ausführlich dazu die weGE der Landmarkenkunst und Industrienatur). Diese klaren, auf die Landmarke augerichteten Konturen unterscheiden sich erheblich von der Architektur der alten Siedlung.

Wir bleiben an der Holthauser Straße, an der sich mit den sogenannten "Vierspänner-Haustypen" die 5 ältesten Häuser (1897) befinden. Die Kreuzgrundriss-Bauweise ermöglichte die Erstellung von 4 Wohnungen mit separaten Außeneingängen. Vor diesen befindet sich die Eschweilerstraße. Bergleute des Eschweiler-Bergbau-Vereins kamen nicht hierher, da die Zechenschließungen ihre Verlegung nicht mehr erforderte.

Der Rückweg führt über die Eschweiler Straße ins neue Zentrum der Siedlung. Vielleicht lesen Sie am Hochhaus einen Aushang Deutschkurse für türkische Frauen oder Türkisch für Deutsche. Ein Indiz dafür, dass das Zusammenleben in der Vergangenheit nicht immer reibungslos funktionierte und ein Hoffnungszeichen für die Zukunft: das aufeinander zugehen und sich verstehen kann ein Weg zur Integration sein.

Hier in der Mitte verläuft nicht nur der Übergang zwischen alt und neu, sondern auch der Übergang zwischen mehrheitlich deutscher Bevölkerung auf dem einst unbebauten Tepe und der mehrheitlich türkischer Abstammung lebenden Bevölkerung im alten Siedlungsteil.

Wir kommen an der ersten Straße Nordrhein-Westfalens vorbei, die mit Tepeweg eine türkische Bezeichnung trägt. Dann gelangen wir zur Schüngelbergstraße in den alten Teil. Rechtswendend kommen wir zum Startpunkt zurück.

Mal sehen, wie ein Bergmann gewohnt hat? Mal sehen, welche Utensilien zum Bergbau gehören? Dann lassen Sie sich durch Schüngelberg führen und besichtigen Sie die Bergmannsstube!

Kontakt
Geschichtskreis Hugo-Schüngelberg
Werner Heinrich
Tel.: 0209/59 26 29
Norbert Jaeckel
Tel.: 0209/59 47 00
Klaus Herzmanatus
Tel.: 0209/59 46 59
Gustav Herzmanatus
Tel.: 0209/59 36 55

Straßenbahn
Linie 301
Haltestelle Hugostraße



Schievenfeld-Siedlung im Ortsteil-Erle

Eine der am wenigsten an den üblichen Typen der Arbeitersiedlungen erinnernden Viertel ist die Schievenfeld-Siedlung an der Schievenstraße.

Diese in den Jahren 1912/14 nach dem Entwurf des Zechenbaumeisters Hachmann errichtete Siedlung wurde für die Beschäftigten der Schachtanlage Graf Bismarck 3/4 gebaut.

Die großzügige Platzgestaltung in Angerform ist ein Stilelement des Hochmittelalters und war besonders deutlich in Ostdeutschland ausgeprägt. Damit wird die geografische Herkunft vieler Arbeiter berücksichtigt. Die Abgeschlossenheit des Ensembles wird betont. Das stattliche und reizvolle Torhaus mit seinen ebenfalls mittelalterlich anmutenden fränkischen Stilelementen läßt eher die Illusion einer malerischen süddeutschen Kleinstadt anklingen als den Eindruck einer Arbeitersiedlung im Revier zu erwecken. Es steht damit in beeindruckendem Kontrast zur rauhen Arbeitswelt der Industriearbeiter.

So mancher Betrachter formuliert angesichts des hübsch restaurierten fränkischen Baustils ein wenig übertrieben:
Rotenburg (ob der Tauber) in Gelsenkirchen!!!

Ort: Schievenstraße in Gelsenkirchen-Erle

Bus:
Linien 397, 398
Haltestelle Schievenstraße oder Gartmannshof

Straßenbahn:
Linie 301
Haltestelle Middelicher Straße (10



Uechtingstraße/Parallelstraße

Südlich des Schachtes 1 des Bergwerkes Graf Bismarck entstanden ab etwa 1880 an der Parallelstraße schlichte zweigeschossige Backsteinhäuser. Rückwärtig befinden sich Stallbauten aus gleichem Baumaterial.

Heute weist sich der Bereich durch eine harmonische Atmosphäre nach einer Verschmelzung mit dem nördlich angrenzenden Behindertenheim aus. Liebevoll restaurierte Gebäude der 1966 stillgelegten Zeche werden behutsam durch Neubauten ergänzt. Aus einer jahrzehntelang eingezäunten Einrichtung ist ein offener Begegnungsraum zwischen geistig oder psychisch behinderten und nichtbehinderten Menschen geworden.

Eine Restauration mit Veranstaltungsraum (Im Stollen) ist zu einem neuen Treffpunkt des Stadtteils Schalke-Nord herangewachsen.
Die funktionale Harmonisierung gliedert sich sehr schön in einer offenen Park- und Gartenlandschaft ein. Man kann heute zu Recht von einem Kleinod in dem ansonsten doch recht eigenartig und von dem Rückzug der Industrie schwer gebeutelten Stadtteil sprechen. Bei schönem Wetter unbedingt anschauen!

Ort:
Schalke-Nord, Bereich zwischen der Parallel- und Uechtingstraße

Bus:
Linien 380, 381
Haltestelle Im Sundern


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