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Prävention kostet - Nichtstun ist teurer!
Gelsenkirchener Modell spart soziale Folgekosten
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Jedem Kind seine ChanceDas Thema „Vorbeugen statt Nachsorgen“ ist zur Zeit in Nordrhein-Westfalen in der Diskussion. Die Stadt Gelsenkirchen hat zu diesem Thema jetzt eine Broschüre herausgegeben, die das Gelsenkirchener Modell der Prävention vorstellt. Dabei hat sich die Stadt die griffige Formel „Jedem Kind seine Chance“ nicht nur zum Programm gemacht, sondern belegt auch seit Jahren, dass vorbeugende Hilfe nicht nur sozial sondern auch ökonomisch Sinn macht. Anerkennung dafür erhielt Gelsenkirchen bereits mehrfach durch internationale Auszeichnungen.

Das Gelsenkirchener Modell als Pate
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Deshalb freuen wir uns, wenn unser Modell jetzt auch Pate steht für zahlreiche Initiativen und Projekte von Kommunen, Land und Bund.“ So stellt die Landesregierung am kommenden Mittwoch das Landesprogramm „Kommunale Präventionsketten“ vor. Das Gelsenkirchener Modell und die im März vorgestellte Prognos-Studie, die sich auch auf Gelsenkirchener Daten bezieht und zu dem Fazit kommt, das eine frühe Förderung hohe Sozialausgaben verhindert, sind Grundlage für das Modellvorhaben des Landes.
„Wir möchten mit der neuen Broschüre unseren präventiven Politikansatz erlebbar machen“, erklärt dazu Oberbürgermeister Frank Baranowski.  
Die Stadt Gelsenkirchen hat sich seit dem Jahr 2005 einer präventiven Familien- und Bildungspolitik verpflichtet und erfolgreich ein lückenloses Betreuungskonzept erarbeitet. Zahlreiche Auszeichnungen und Nachahmer belegen die Wirksamkeit des Gelsenkirchener Ansatzes - auch mit Blick auf die sozialen Folgekosten. Der erste Preis beim European Award of Excellence „City for Children 2010“ hat gezeigt: Was Gelsenkirchen für Bildung, Frühförderung und Unterstützung auf die Beine stellt, gehört europaweit zum Besten, was Städte zu bieten haben.

Vorbeugender Ansatz - trotz und wegen knapper Kassen
Das Beste gibt es jedoch nicht zum Nulltarif. „Wir haben uns trotz knapper Kassen für diesen aufwendigen Politikansatz entschieden, weil er langfristig Geld spart, das wir gut für andere Projekte einsetzen können“, ist sich der Oberbürgermeister sicher.
„Der Auf- und Ausbau einer vorsorgend ausgerichteten Politik ist ein enormer Kraftakt. Aber nur damit können wir erreichen, dass die die Entwicklung eines Kindes nicht mehr nur von Herkunft, Bildungsgrad und Einkommen der Eltern abhängt“, so Frank Baranowski.
Zu den zahlreichen, präventiven Maßnahmen der Stadt gehören die Begrüßungsbesuche bei Eltern von Erstgeborenen - mittlerweile haben weitere 70 Kommunen in Deutschland diese Besuche ebenfalls eingeführt. Die Eltern erfahren bei der Begrüßung, welche weiteren Projekte die Stadt anbietet. Auch, dass Eltern innerhalb von wenigen Minuten die Bildungsangebote, wie die Elternschule oder die Sprachförderkurse, erreichen können, ist ein Baustein des Gelsenkirchener Modells.
Das gemeinsame Modellvorhaben "Kommunale Präventionsketten" des Landes und der Bertelsmann Stiftung wird am 9. November im Colosseum Theater Essen vorgestellt. Unter dem Leitsatz "Kein Kind zurücklassen" sind alle Kommunen aus Nordrhein-Westfalen eingeladen, die bestmöglichen Strategien zu entwickeln, um jungen Menschen von Beginn an wirksamer als bisher Unterstützung anzubieten und den Ressourceneinsatz zu optimieren.

Weitere Informationen zu Projekten der Stadt Gelsenkirchen gibt es in der Informationsbroschüre: „Jedem Kind seine Chance!“.



08.11.2011
Verantwortl. im SdPR. ist: Stadt Gelsenkirchen
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