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Ausstellungen im Städtischen Museum Gelsenkirchen 2005

Die inhaltliche Konzeption der Wechselausstellungen im Museum orientiert sich maßgeblich an den durch die eigene Sammlung vorgegebenen Schwerpunkten. In Gruppen- und Einzelausstellungen werden darüber hinaus neuere Tendenzen des Kunstschaffens vorgestellt. Thematische Bezüge zu Gelsenkirchen bzw. zum Ruhrgebiet werden soweit wie möglich wahrgenommen.
Die großen Ausstellungen in der Alten Villa des Museums werden wechselweise vom Städtischen Museum und vom Kunstverein Gelsenkirchen e.V. durchgeführt.

21.11.2004 - 30.01.2005 - Museum Gelsenkirchen und Sparkasse Gelsenkirchen
Malerei von Udo Dziersk

Udo Dzierski Der 1985 mit einem Förderpreis der Stadt Gelsenkirchen ausgezeichnete Künstler, der 1961 hier geboren wurde, hat mittlerweile eine beachtliche künstlerische Karriere vorzuweisen.Das Studium der freien Malerei in Düsseldorf, Karlsruhe und Berlin beendete er als Meisterschüler von Professor Markus Lüpertz. Die zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland krönte er 2001 mit einer Präsentation in Chinas Kulturmetropole Peking, die aus einem dreimonatigen Stipendium der Westdeutschen Landesbank hervorging. Udo Dziersk lebt heute in Wuppertal, ist selbst Akademieprofessor, aber seiner Heimatstadt nach wie vor verbunden. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über sein malerisches Schaffen.

 

30.01.2005 - 13.03.2005 Museum Gelsenkirchen
Malerische Kompositionen zu F. D. R. Kuhlau von Thomas Grochowiak

Bild: Thomas GrochowiakAnlass dieser Ausstellung, die eine Serie von über 20 Tuschebildern zur Musik von Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau umfasst, war eine Schenkung des Künstlers an das Städtische Museum Gelsenkirchen. Professor Thomas Grochowiak, der 1914 in Recklinghausen geboren wurde und heute in Kuppenheim bei Baden-Baden lebt, stiftete sein Werk "Nach Ravel: Klavierkonzert G-dur - Vivace con brio" aus dem Jahre 1993. Es handelt sich um eine 100 x 150 cm große Arbeit aus der Reihe seiner von Musik inspirierten Tuschebilder. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die 2000/2001 entstandene Werkreihe mit malerischen Kompositionen zu den drei Flötenquintetten des Komponisten, op.51, die als kammermusikalische Werke gelten. Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau, 1786 in Uelzen geboren und 1832 in Kopenhagen gestorben, war königlicher Kammermusikus am dänischen Hof, komponierte zahlreiche Bühnenwerke, Klavierwerke und Kompositionen für die Flöte. Wegen ihrer farbigen, melodischen Orchestrierung dienten sie dem Maler als Anreiz seiner informellen Tuschebilder. Thomas Grochowiak, der kürzlich seinen 90.Geburtstag feierte, gehört zu den renommiertesten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Geboren in Recklinghausen trieb er als Museumsdirektor und Präsident des Deutschen Künstlerbundes die Kultur des Ruhrgebietes maßgeblich voran.

 

Stefan Demming: Die halbe Wahrheit, 2004 Digitalprint 18.02.2005 - 03.04.2005 Kunstverein Gelsenkirchen e.V.
"Auswahlausstellung der Künstlerförderung des Cusanuswerks"

Das Cusanuswerk, eines der elf Begabtenförderungswerke in Deutschland, hat seit mittlerweile 15 Jahren eine eigene Künstlerförderung. Rund 25 Bewerberinnen und Bewerber von den verschiedensten Kunstakademien in Deutschland präsentieren sich mit ihren Arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung. Das Spektrum der Fächer der jungen Studenten reicht dabei von Fotografie, Videokunst und Malerei bis hin zu keramischer Plastik. Die besondere Herausforderung und zugleich der besondere Reiz dieser Ausstellung liegt darin, dass sie von den Künstlerinnen und Künstlern gemeinsam kuratiert wird. Es kommt also nicht nur darauf an, den richtigen Ort für die eigene Arbeit zu finden, sondern im Dialog mit den anderen Bewerbern ein Konzept zu entwickeln, das die individuellen Positionen zur Geltung kommen und in eine beziehungsreiche Spannung treten lässt.
Vor Ort tagte eine Jury, um über die Aufnahme der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler in die Förderung des Cusanuswerks zu entscheiden.
[Bild: Stefan Demming "Die halbe Wahrheit", 2004 Digitalprint]

 

Anton Stankowski ohne Titel, 2002 (ausgeführt nach einer Skizze) Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm24.04.2005  - 12.06.2005 Städtisches Museum Gelsenkirchen
"Quadrate - Konstruktive Tendenzen aus Deutschlands Südwesten"

Die Gruppe "Konstruktive Tendenzen" trat vor gut 20 Jahren mit dem Ziel an, die wichtigsten konkret-konstruktiven Künstler in Deutschlands Südwesten zu vereinen. Unabhängig von Marktgeschehen und Manifesten sollte eine bedeutende Tradition gerade auch dieses Kulturraumes aufgenommen und ebenso konsequent wie vielfältig weiter entwickelt werden. Fast 30 erfolgreiche Ausstellungen und zahlreiche Publikationen im In- und Ausland bestätigen das offene Konzept bis heute. Zu den Mitgliedern der Gruppe zählen: Karl Duschek, Karl-Heinz Franke, Hans Geipel, Waltraut Huth-Rössler, Frieder Kühner, Horst Kuhnert, Christa Rösner-Drenhaus, Max Schmitz, Peter Staechlin (+ 2004), Anton Stankowski (+1998) und Hermann Waibel.
[Bild: Anton Stankowski "ohne Titel", 2002 (ausgeführt nach einer Skizze) Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm]

 

Motiv der Einladung26.06.2005 - 14.08.2005 Kunstverein Gelsenkirchen e.V.
"Klasse Prof. Ayse Erkmen"

Der Kunstverein Gelsenkirchen e.V. richtet diese Reihe mit Professoren von Akademien oder Fachhochschulen seit den 80er-Jahren aus. Zuvor war die Klasse Katharina Fritsch zu Gast.
matrose+bellenderschMit rund 15 ihrer Studentinnen und Studenten ist in diesem Jahr die 1949 in Istanbul geborene Ayse Erkmen zu einer Klassenausstellung eingeladen. Die an der Städelschule - Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt lehrende Professorin genießt als Künstlerin international Anerkennung.
In dieser Gruppenschau werden unterschiedlichste Positionen von Zeichnungen über Objektkunst bis zu Rauminszenierungen dargelegt. Zur Klasse Ayse Erkmen gehören u.a.: Ole Claßen, Isabel Friedrich, Dani Gal, Sofia Greff, Özlem Günyol, Lena Henke, Eno Henze, Zero Reiko Ishihara, Britta Kamptner, Nayon Lee, Kristin Lohmann, Andreas Lorenschat, Stefanie Mayer, Maya Oelke, Anna Kerstin Otto, Frank und Patrik Riklin, Simone Slee, Silke Voß und Adrian Williams.
[Bild: Isabel Friedrich "matrose + bellenderschäferhund", 2004 Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm]

 


LohnderArbeit04.09.2005 - 16.10.2005 Städtisches Museum Gelsenkirchen
"Lohn der Arbeit" - Gemeinschaftsausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes e.V.

Die 31. Gesamtausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes e.V. (WKB) wird diesmal parallel in vier Städten in fünf Ausstellungshäusern gezeigt. Beteiligt sind neben dem Städtischen Museum Gelsenkirchen die Städtische Galerie und die Flottmann-Hallen in Herne, das Städtische Museum Alte Post in Mülheim an der Ruhr sowie der Verein Aktuelle Kunst in Oberhausen. Circa 140 Künstlerinnen und Künstler, Mitglieder und Gäste des WKB aus dem In-und Ausland werden nach Auswahl einer Fachjury Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Installationen und Arbeiten in Neuen Medien zeigen. Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Begegnung mit Künstlern aus europäischen Nachbarländern. So ist geplant, Künstler aus England, Litauen, den Niederlanden und Österreich mit ihren Werken vorzustellen. [Bild: Plakatentwurf zur Ausstellung von Willi Otremba]

 


ErbenSchwiete127.11.2005 - 29.01.2006 Kunstverein Gelsenkirchen e.V.
"EINMAL ACHT: Prof. Ulrich Erben und Meisterschüler"

Rauminstallationen und Raumobjekte stehen im Mittelpunkt dieser Schau. Dem pensionierten Akademieprofessor Ulrich Erben (Bild rechts) stehen sieben seiner ehemaligen Studentinnen und Studenten aus Malklassen der Kunstakademie Münster zur Seite. Vertreten sind Michael Göring aus Münster, Eva-Maria Kollischan aus Köln, Mark Formanek, Stephan Homann, Antonia Low, Walther Schwiete und Birgit Szepanski aus Berlin. Alle Künstlerinnen und Künstler sind, z. T. seit zehn Jahren, selbständig tätig.
[Bild links: Walther Schwiete "Briefmarkensammlung" 2005 Styropor-Normalplatten Silberlack-Ätzung, 250 x 400 cm]

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Text: Städtisches Museum Gelsenkirchen; Redaktion: Referat Kultur, 05.04.2007
Im Übrigen gilt das Impressum von www.gelsenkirchen.de

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